13

Verdacht Schaf in Speinshart gerissen: War es ein Wolf?

Auf einer Weide bei Speinshart (Lkr. Neustadt an der Waldnaab) ist ein totes Schaf gefunden worden. Die Vermutung: Ein Wolf hat das Tier gerissen. Nun laufen DNA-Untersuchungen, die das beweisen sollen.

Von: Margit Ringer

Stand: 16.04.2018

ARCHIV - 27.02.2017, Bayern, Poing: Ein Wolf (Canis lupus) steht in einem Wildpark in seinem Gehege. (zu dpa: «Kongress der FDP Landtagsfraktion «Wölfe in Baden-Württemberg» - Eine Diskussion zwischen Naturverklärung und Panikmache" 10.03.2018) Foto: Alexander Heinl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Alexander Heinl

Auf dem Barbaraberg bei Speinshart (Lkr. Neustadt an der Waldnaab) ist vergangenen Dienstag ein Schaf gerissen worden. "Wir schließen nicht aus, dass es ein Wolf war", bestätigt ein Sprecher des Landesamtes für Umwelt.

DNA könnte genauen Wolf bestimmen

Den Beweis dafür gibt es aber noch nicht. Es laufen derzeit DNA-Untersuchungen. Deren Ergebnis wird in ein oder zwei Wochen erwartet. Bis dahin ist es Spekulation, ob ein Wolf oder ein anderes Raubtier zugeschlagen hat. Das Schaf war auf einer Weide in Barbaraberg. Es wies laut "Neuem Tag" einen Biss in die Kehle auf. Zudem waren Eingeweide herausgefressen. Auch Nachbarn wollen einen Wolf in der Nähe der Weide gesehen haben. Sollte das Schaf tatsächlich von einem Wolf gerissen worden sein, können die DNA-Untersuchungen möglicherweise auch ans Tageslicht bringen, welcher Wolf es genau war.

Mehrere Wölfe in der Nähe

Auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr (knapp zehn Kilometer Luftlinie von Speinshart entfernt) gibt es ein sogenanntes standorttreues Wolfspaar, das über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten immer wieder nachgewiesen worden ist. Auch im Veldensteiner Forst, an der Grenze zwischen Oberpfalz, Oberfranken und Mittelfranken gibt es ein Wolfspaar (gut 25 Kilometer Luftlinie von Speinshart entfernt). Wölfe können täglich aber bis zu 70 Kilometer zurücklegen, deshalb könnte es auch ein durchziehender Wolf gewesen sein. So tappte zuletzt im östlichen Landkreis Neustadt an der Waldnaab bei Moosbach Ende Januar ein Wolf in eine Fotofalle.

Wenn Landwirte oder Nutztierhalter gerissene Tiere auffinden, sollten sie entweder das Landratsamt, die landwirtschaftliche Fachberatung am zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten oder aber die Polizei verständigen.


13

Kommentare

Inhalt kommentieren

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Squareman, Dienstag, 17.April, 10:04 Uhr

17. Also doch Kampange

Heute wurde von der Regierung der Wolfsplan vorgestellt, der eher ein Wolfsabschussplan ist. Aber das wurde ja schon im Vorfeld vom BR vorbereitet. Damit wird Bayern zur wolfsfreien Zone. Die Angst siegt über die Vernunft und das gibt im Herbst wieder viele Wählerstimmen für die CSU.

Andrea, Dienstag, 17.April, 09:12 Uhr

16. Ansiedlung Wolf

Wie wäre es denn, wenn man vielleicht Herdenschutzhunde einsetzt, sowie es andere Herdenbesitzer in anderen Ländern auch tun?

  • Antwort von Squareman, Dienstag, 17.April, 10:24 Uhr

    Das geht in Deutschland nicht, denn das kostet Zeit und Geld. Abknallen ist da viel billiger.

thorie, Montag, 16.April, 22:30 Uhr

15. Schutz

Durch wen, wie, was wurde die Schafherde geschützt?

Barbara, Montag, 16.April, 21:37 Uhr

14. Warum nicht gleich die Rhinozerosse hier ansiedeln?

Wenn man den Leuten schon einen Bären aufbinden will?

  • Antwort von Squareman, Dienstag, 17.April, 10:18 Uhr

    Rinozerosse gehören nun mal nicht zu Bayern, Wölfe und Bären dagegen schon. Dem letzten Bären in Bayern hat der Ausflug ja nicht gut getan, er wurde zum Problem erklärt und zum Abschuss freigegeben. Das gleiche passiert jetzt mit den Wölfen, nennt sich Wolfsplan, wohl eher planmäßige Ausrottung.

Osman, Montag, 16.April, 20:33 Uhr

13.

Es sollten auch Bären wieder kommen, damit sich die Natur vollständig reguliert und wir gar nicht mehr in die Wälder gehen und im freien Land Schafe züchten können.

  • Antwort von Squareman, Dienstag, 17.April, 10:22 Uhr

    Wie konnten nur unsere Vorfahren mit all den Wölfen und Bären überleben? Liegt es vielleicht daran das diese Tiere den Menschen meiden?