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Strichmännchen für Gerettete Sea-Eye malt Menschenkette in Regensburgs Altstadt

13.248 Kreidemännchen haben die Seenotretter von Sea-Eye auf die Straßen der Regensburger Altstadt gemalt. Mit der 22 Kilometer langen Menschenkette will die Initiative an Flüchtlinge im Mittelmeer erinnern. "Paint the Pain" heißt die Kunstaktion, die Silhouetten symbolisieren die Geretteten.

Von: Birgit Gamböck und Siegfried Höhne

Stand: 03.03.2018

Sie sind lebensgroß und zieren die Straßen und Pflaster der Regensburger Altstadt. Weiße Kreidemännchen – jedes steht für einen Flüchtling, der von Sea-Eye im Mittelmeer vor dem Ertrinken gerettet wurde. Insgesamt 13.248 Menschen waren es in den letzten beiden Jahren, seit dem sich die private Regensburger Organisation im April 2016 der Seenotrettung verschrieben hat.

8.000 rote Kreise für 8.000 Ertrunkene

Gleichzeitig sind rund 8.000 rote Kreise in Regensburg aufgemalt. Sie erinnern an die, für die jede Hilfe zu spät kam – sie ertranken auf dem Weg von Libyen nach Europa im Mittelmeer.

"Wir wollen damit wach rütteln und zeigen, dass das Sterben im Mittelmeer real ist. Es findet hier und heute statt, auch wenn wir es nicht sehen."

Sea-Eye-Gründer Michael Buschheuer

36 Sea-Eye Missionen für 2018 geplant

Die Aktion bildet den Auftakt der Rettungsmissionen 2018. Ab 8. März fahren die beiden Schiffe Sea-Eye und Seefuchs im wöchentlichen Wechsel wieder vor die libysche Küste, um Schiffbrüchige und Ertrinkende zu retten. Insgesamt sind in diesem Jahr 36 dieser Missionen geplant. Die Schiffe werden jeweils ab Malta für 14 Tage in See stechen. 


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