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Jahrzehntelanger Streit Nabburg soll eine Bahnunterführung bekommen

Seit Jahrzehnten wird in Nabburg (Lkr. Schwandorf) über einen beschrankten Bahnübergang gestritten. Nun soll der Übergang durch eine Unterführung ersetzt werden. Doch das Projekt ist weiter umstritten. Bis Donnerstag finden Erörterungstermine statt.

Von: Andreas Wenleder

Stand: 16.04.2018

Der Streit um den umstrittenen Bahnübergang in Nabburg ist schon jahrzehntealt. Fast täglich sorgen die Schranken des Übergangs für Staus und Verkehrsbehinderungen. Viele Nabburger wünschen sich deshalb schon lange eine Alternative. Pläne gibt es schon seit Jahrzehnten.

Bürger können Einwände vorbringen

Seit 2010 gibt es bereits konkrete Pläne, den Übergang durch die geplante Unterführung zu ersetzen. Doch das Projekt geriet immer wieder ins Stocken. Mit dem heutigen, nicht öffentlichen Erörterungstermin soll nun ein weiterer Schritt in Richtung Bahnunterführung unternommen werden. Betroffene Bürger und Behörden können in den nächsten Tagen Einwände gegen das Projekt vorbringen, das unter anderem von Nabburgs Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) präferiert wird.

Widerstand von der Opposition

Widerstand gibt es dagegen von der Opposition im Nabburger Stadtrat. Zwar sieht auch die CSU im Bahnübergang ein Problem, allerdings kritisiert sie die aktuellen Pläne. So fordert die örtliche CSU den Lärmschutz für die bald elektrifizierte Bahnstrecke Regensburg-Hof in den Planungen zu berücksichtigen. Weitere Kritikpunkte sind Sorgen vor Bauproblemen durch Fels-Gestein im Untergrund und eine zu großer Höhenunterschied entlang des Straßenverkaufs.

Firma von Rettungsdienst abgeschnitten

Die heimische Wirtschaft unterstützt dagegen das Projekt. Thomas Hanauer von der Firma emz Hanauer - einem der größten Arbeitgeber in der Stadt - fordert eine Lösung. Sein Werk, das sich außerhalb der Innenstadt auf der anderen Seite des Bahnübergangs befindet, sei vom Rettungsdienst abgeschnitten, wenn die Bahnschranken zu sind.

Außerdem würde eine Unterführung eine enorme Entlastung für seine Mitarbeiter bedeuten.


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Kommentare

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Enrico Pelocke, Montag, 16.April, 22:26 Uhr

2. Straßenbau=Zugbremse

Da hat sich wieder mal jemand was ausgedacht, wie man den Zugverkehr behindern kann. Wenn die Unterführung gebaut wird, muß der Zugverkehr zum Einbau der Brücke unterbrochen werden. Schienenersatzverkehr auf dieser wichtigen Hauptstrecke, die Sachsen, Oberfranken und die Oberpfalz mit der Landeshauptstadt München und mit Regensburg verbindet. Steht hier die Autolobby Pate, damit sie noch mehr Autos verkaufen kann?

Wolfgang, Montag, 16.April, 15:32 Uhr

1. Und in dne Jahrzehnten keine denkbare Straßentrasse freigehalten für eine Über-

führung!

Überführung!

1. Westlich der Naab steigt das Gelände an, Ramgraben, Nordgauhalle, Bauhof wäre eine möglich Streckenführung.

2. Eine Überführung benötigt keine Pumpenanlage und kann auch bei Starkregen oder Naabhochwasser nicht vollaufen!

3. Eine neue Trasse mit Überführung liesse sich ohne Bahnbetriebsunterbrechung bauen, bis auf ca. 4h um eine Stahlbrücke mit großen Kränen einheben!