44

"Stadt und Gesellschaft" Judenvertreibung von 1519: Anlass für Regensburger Jahresthema

Regensburg wird sich 2019 thematisch mit der Judenvertreibung vor 500 Jahren auseinandersetzen. Die Ausstellungen und Veranstaltungen sollen im Zeichen der Erinnerung stehen.

Von: Tobias Dörges

Stand: 11.07.2018

Jüdische Gemeinde Regensburg | Bild: picture-alliance/dpa

Der Kulturausschuss des Regensburger Stadtrats befasst sich heute mit dem Jahresthema der Stadt im kommenden Jahr. Anlässlich der Vertreibung der Juden aus Regensburg im Jahr 1519 soll der Titel "Stadt und Gesellschaft" lauten.

Verhältnis zwischen Mehrheiten und Minderheiten

Nach Angaben des Kulturreferats soll 2019 aus Anlass des 500. Jahrestags im Zeichen der Erinnerung stehen. Daneben sollen Kulturschaffende in Gegenwart und Zukunft blicken und sich mit dem Verhältnis zwischen Mehrheiten und Minderheiten befassen sowie mit Fragen aus dem Themenfeld Toleranz, Akzeptanz, Vielfalt und Nachbarschaft.

Für Veranstaltungen und die Öffentlichkeitsarbeit rechnet das Kulturamt der Stadt mit eigenen Kosten von rund 118.000 Euro. Diesen stehen geplante Einnahmen in Höhe von 7.300 Euro gegenüber.

Ausstellungen und Veranstaltungen zum Thema

Eine Ausstellung soll die Entstehung des jüdischen Viertels und die Vertreibung der Juden im Mittelalter dokumentieren. Damit soll sie das "document Neupfarrplatz" und das Kunstwerk von Dani Karavan am Neupfarrplatz ergänzen. Den Museen der Stadt entstehen für Veranstaltungen und die Öffentlichkeitsarbeit Kosten von geschätzten 80.700 Euro.

Das Amt für Archiv und Denkmalpflege soll sich mit einem Symposion und weiteren Veranstaltungen beteiligen. Eine große Rolle soll dabei die dann neu eröffnete Synagoge spielen. Die Kosten für die Veranstaltungen stehen noch nicht fest.

Für ein Konzert passend zum Jahresthema rechnet das Kulturreferat mit weiteren Kosten in Höhe von 22.000 Euro.


44

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Raymond, Donnerstag, 12.Juli, 08:05 Uhr

1. sicherlich interessant , aber

bleibt zu hoffen , das die Hauptlast , nicht wieder vom Steuerzahler uebernommen wird , und sich irgendwie ueber die Einnahmen gegenfinanzieren laesst .