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Fachtagung Experten sprechen zu "Steinbruch und KZ" in Flossenbürg

Im Steinbruch von Flossenbürg mussten Häftlinge des Konzentrationslagers in der Zeit von 1938 bis 1945 Zwangsarbeit leisten. Der Steinbruch wird auch heute noch genutzt - das sorgt für Diskussionen. Heute diskutieren Experten darüber.

Von: Thomas Muggenthaler

Stand: 21.03.2018

KZ-Steinbruch in Flossenbürg | Bild: BR/Thomas Muggenthaler

In der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg (Lkr. Neustadt an der Waldnaab) findet von heute bis Freitagmittag eine hochkarätig besetzte Fachtagung zum Thema "Steinbruch und KZ" statt.

Steinbruch in Gedenkstätte integrieren

Zwangsarbeiter im Steinbruch des Konzentrationslagers Flossenbürg warten auf die Essenausgabe.

Hintergrund ist die Kontroverse um den Granitabbau in dem KZ-Steinbruch von Flossenbürg, der immer noch anhält. Allerdings ist die Steinbruchwand, an der die Häftlingen gearbeitet haben, unverändert erhalten. Im Steinbruch stehen auch Originalgebäude aus der KZ-Zeit. In der Diskussion ist eine mögliche Einbeziehung des Steinbruchareals in die Gedenkstätte.

Experten in Flossenbürg

Zunächste werden Historiker wie Johannes Tuchel von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand über den geschichtlichen Hintergrund sprechen. Experten aus anderen Gedenkstätten wie aus Mauthausen, das ebenfalls ein "Granit-KZ" war, werden über Möglichkeiten der Nutzung des Steinbruchs diskutieren. Architekten aus Italien und Wien referieren über Gestaltung von Erinnerungsorten.


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