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Cham Bereits als ausgestorben geltende Sumpfohreule entdeckt

Sensationsfund im Kreis Cham: die Sumpfohreule, ein Vogel, der in Bayern seit zehn Jahren als ausgestorben gilt, ist an einem Straßenrand gefunden worden. Das Tier wird jetzt auf der LBV-Umweltstation aufgepäppelt.

Von: Renate Roßberger

Stand: 18.05.2018

Die Sumpfohreule aus dem Kreis Cham. | Bild: BR/Renate Roßberger

Die Kreisgruppe Cham des Landesbunds für Vogelschutz hat momentan einen ganz besonderen Pflegling, der für Fachleute eine Natur-Sensation ist: eine Sumpfohreule. Dieser Vogel gilt in Bayern seit zehn Jahren als ausgestorben. Das Tier war im Landkreis an einem Straßenrand gefunden und in die LBV-Umweltstation gebracht worden.

Wohl von einem Auto angefahren

Wahrscheinlich wurde die Eule von einem Auto angefahren, schätzt der LBV-Kreisvorsitzende Karl-Heinz Schindlatz. Sie ist am linken Flügel leicht verletzt. Das könne aber wieder von selbst heilen. Der LBV hält die Sumpfohreule momentan in einer Voliere und päppelt sie wieder auf. Sie wird auch von einem Tierarzt betreut und mit Medikamenten behandelt. Sobald die Eule wieder fit ist, will man sie am Fundort frei lassen.

In Bayern auf der Roten Liste, in Norddeutschland heimisch

Karl-Heinz Schindlatz glaubt, dass die Eule quasi nur auf Durchreise in Bayern war. Hier ist nämlich seit zehn Jahren keine Sumpfohreule mehr nachgewiesen worden. Sie steht auf der Roten Liste. In anderen Regionen, zum Beispiel in Norddeutschland, gibt es dagegen noch Sumpfohreulen.


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huggle, Dienstag, 22.Mai, 12:04 Uhr

2. norddeutscher Tourismus ;-)

jaja, immer diese preißischen Touristen - etz kommens sogar schon geflogen.
Nain, ganz im Ernst: hoffentlich gfallts dem Viecherl bei uns so gut, daß es da bleibt und auch noch a paar Landsleute anlockt. Machen die ungefiederten Zweibeiner aus dem Norden ja auch, nur daß die halt keine Mäuse essen und dadurch vielleicht von der indigenen Bevölkerung einige Sympathiepunkte weniger bekommen als so eine hübsche Eule.

Und hoffentlich erwischts der [hier setze der geneigte Leser je nach Bildungsgrad die wüstesten Ausdrücke ein, die er kennt] nicht, der just in dieser Gegend letztes Jahr die Milane umgebracht hat..

Eine Bitte an LBV und LfU: könnte man das Tier besendern? Die Flugroute wäre wissenschaftlich interessant, grad im Hinblick darauf, ob es sich um ein versprengtes Einzeltier oder womöglich den Vorboten einer Wiederbesiedlung handelt..

Barbara, Freitag, 18.Mai, 13:57 Uhr

1. Es ist ja wirklich eine Nachricht wert, daß es auch Eulen gibt,

die bereits als ausgestorben gelten, aber wider Erwarten die Auferstehung von den Toten feiern können. Bei Gott ist eben kein Ding unmöglich!

  • Antwort von Josef, Sonntag, 20.Mai, 10:41 Uhr

    Liebe Barbara, genau lesen "in Bayern" muss ja nicht Gott gewesen und in Deutschland ist sie wahrlich eine Rarität, vielleicht hat sie einen Ausflug vom Cuxhafener Hafen nach Bayern gemacht oder sie wanderte von dort ab, weil es in Bayern am schönsten ist und da der Naturschutz besonder "Hoch" gehalten wird, auch findet sie wahrscheinlich die versiegelten Flächen für sehr Lebenswert.!