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Gefährliche Körperverletzung Nach Messerstecherei in Kulmbach: Iraner muss ins Gefängnis

Er war im Sommer vergangenen Jahres mit einem Küchenmesser auf einen Mitbewohner losgegangen. Deshalb ist ein iranischer Asylbewerber nun in Bayreuth zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.

Von: Kristina Kreutzer

Stand: 07.03.2018

Landgericht Bayreuth | Bild: dpa-Bildfunk/Timm Schamberger

Im vergangenen Sommer war der damals 18-jährige Angeklagte aus dem Iran in einer Kulmbacher Flüchtlingsunterkunft mit einem afghanischen Mitbewohner aneinandergeraten. Unter Alkohol- und Drogeneinfluss war der Iraner mit einem Küchenmesser auf den anderen Mann los gegangen, hatte ihn aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Iraner muss ins Gefängnis

Am Landgericht Bayreuth ist der Asylbewerber am Dienstag (06.03.18) wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen die Staatsgewalt zu drei Jahren und sechs Monaten Haftstrafe verurteilt worden.

Keine Tötungsabsicht

Bei seiner Verhaftung hatte der Iraner massiven Widerstand geleistet und die eintreffenden Polizeibeamten beleidigt. Die Bayreuther Staatsanwaltschaft plädierte für eine Verurteilung wegen versuchten Totschlags. Das Gericht konnte allerdings keine Tötungsabsicht erkennen.


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