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Kurz gemeldet Die Meldungen aus Oberfranken

Stand: 26.04.2018

Mit Messer bewaffneter Asylberwerber am Bahnhof Hirschaid festgenommen

Hirschaid (Lkr. Bamberg): Die Polizei hat am Mittwochabend (25.04.18) am Bahnhof in Hirschaid (Lkr. Bamberg) einen Asylbewerber aus Libyen festgenommen, der mit einem Messer bewaffnet war. Er habe eine Frau angesprochen und nach einer Zugverbindung gefragt, teilte die Polizei mit. Plötzlich zog er ein 20 Centimeter langes Messer aus seiner Hose und sagte der Frau, er wolle damit jemanden abstechen.  Die besorgte Frau entfernte sich und rief über den Notruf die Polizei. Beamte der Polizeiinspektion Bamberg-Land konnten den Mann zusammen mit einem Polizei-Hundeführer festnehmen. Verletzt wurde niemand. Weil der Mann geistig verwirrt war, wurde er in eine Klinik gebracht. Die Polizei ermittelt wegen eines Verstoßes nach dem Waffengesetz und der Androhung von Straftaten.

Sendung: Bayern 1, Regionalnachrichten für Mittel- und Oberfranken, 26.04.2018, 15.30 Uhr

Demo gegen umstrittenes Polizeiaufgaben-Gesetz in Hof

Hof: In Hof hat sich ein breites Bündnis gegen das umstrittene Polizeiaufgaben-Gesetz der bayerischen Staatsregierung gebildet. SPD, Bündnis90/Die Grünen, Piratenpartei, die Linke und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) rufen für Samstag (28.04.18) zu einer Demo durch die Hofer Innenstadt auf. Mit diesem Gesetz schieße die CSU-Staatsregierung weit über das Ziel hinaus: "Das Gesetz erlaubt der Polizei, allein auf Grundlage der schwammigen Begründung einer 'drohenden Gefahr' unverhältnismäßige Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte unbescholtener Bürger", so die einhellige Kritik des überparteilichen Bündnisses. Die Hofer Kritiker betonen: "Bayern ist Freistaat und kein Überwachungsstaat." Die gesamte Zivilgesellschaft müsse sich gegen diesen Angriff auf die Grundrechte verteidigen. "Was wir brauchen, sind mehr Polizisten und nicht 35 neue Aufgaben für eine chronisch unterbesetzte Polizei", so der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Adelt. Treffpunkt für die Demo ist am Samstag um 13.00 Uhr vor dem Scala-Kino, dann geht es durch die Innenstadt. Am Kugelbrunnen in der Fußgängerzone ist eine Abschlusskundgebung geplant.

Sendung: Bayern 1, Regionalnachrichten für Mittel- und Oberfranken, 26.04.2018, 09.30 Uhr

1.200 Euro für den Schlüsseldienst: Polizei warnt vor Betrügern in Bayreuth

Bayreuth: Mehr als 1.200 Euro hat eine Bayreutherin für den Schlüsseldienst zahlen müssen, der ihre Wohnungstür geöffnet hat. Das sei "Wucher", heißt es von der Polizei. Die Ermittlungen laufen, nachdem die 41-Jährige den Schlüsseldienst angezeigt hat. Allerdings ist noch nicht klar, ob sie den Betrag zurück erstattet bekommt. In Bayreuth sind in diesem Jahr bereits einige gleichartige Fälle zur Anzeige gebracht worden. Die Polizei rät daher unbedingt dazu, einen ortsansässigen Anbieter zu kontaktieren. Sicherheitshalber solle man sich einen seriösen Anbieter bereits im Vorfeld für den Notfall abspeichern und auch vorab Informationen zu Kosten einholen. Auch solle sich niemand unter Druck setzen lassen von einem gerufenen Schlüsseldienst, sondern im Zweifel lieber die Polizei verständigen.

Sendung: Bayern 1, Regionalnachrichten für Mittel- und Oberfranken, 26.04.2018, 08.30 Uhr

Neue Maut-Kontrollsäulen in Oberfranken

Bayreuth: In Oberfranken werden derzeit viele Kontrollsäulen für die Lkw-Maut auf Bundesstraßen aufgebaut, teilte eine Sprecherin von Toll Collect auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks mit. In Bayreuth wurde am Mittwoch (25.04.18) eine Kontrollsäule an der B2 fertiggestellt und in Köditz im Landkreis Hof an der B173 wurde ebenfalls eine Kontrollsäule fertig. In den letzten Wochen waren die vier Meter hohen, blauen Säulen auch im Landkreis Coburg an der B303 aufgebaut worden. Rund 600 Kontrollsäulen entstehen derzeit in ganz Deutschland. Die Säulen sind Teil des Kontrollsystems für die LKW-Maut, die ab Juli auf den Bundesstraßen eingeführt wird. Sie gilt für Lkw ab 7,5 Tonnen und auch für Kombinationsfahrzeuge – also Fahrzeuge, die zusammen mit einem Anhänger mehr als 7,5 Tonnen wiegen.

Sendung: Bayern 1, Regionalnachrichten für Mittel- und Oberfranken, 25.04.2018, 15.30 Uhr

Besoffener Lkw-Fahrer will bei Münchberg Parkgebühren sparen

Münchberg (Lkr. Hof): Weil er versucht hat, sich die Parkgebühr am Autohof Münchberg (Lkr. Hof) zu sparen, ist ein 59 Jahre alter Lkw-Fahrer am Dienstagnachmittag (24.04.2018) auch seinen Führerschein losgeworden. Der Mann wurde von einem Mitarbeiter des Autohofes beobachtet, wie er versuchte, mit seinem Lkw eine Betonsperre beiseite zu schieben. So wollte er wohl die Parkgebühr sparen, vermutet die Polizei. Deswegen verständigte der Autohof-Mitarbeiter die Polizei. Die stellte bei dem Lkw-Fahrer Alkoholgeruch im Atem fest und machte einen Alkoholtest. Das Ergebnis waren 2,38 Promille. Die Polizei stellte daraufhin den Schlüssel des Lkw sicher und verhinderten damit die Weiterfahrt des betrunkenen Fahrers. Der wurde wegen Trunkenheit im Verkehr und dem Erschleichen von Leistungen angezeigt. Am Lkw entstand ein Sachschaden in Höhe von 2.000 Euro.

Sendung: Bayern 1, Regionalnachrichten für Mittel- und Oberfranken, 25.04.2018, 14.30 Uhr

Alle Kitas in Coburg am Donnerstag geschlossen

Coburg: Am Donnerstag (26.04.18) bleiben alle Kindertagesstätten und Kindergärten im Stadtgebiet Coburg geschlossen. Grund dafür ist der erste Kita-Fachtag, den die Stadt Coburg anbietet und für den sich alle 280 Kita-Fachkräfte Coburgs angemeldet haben. Experten aus dem ganzen Bundesgebiet bieten Vorträge und Workshops rund um das Thema Früherziehung und Entwicklung von (Klein-)Kindern an. Ziel des Fachtages ist es, die Qualität der Coburger Kitas weiter zu verbessern. "Jahrelang ging es ja nur um darum, dass wir ausreichend Kita-Plätze schaffen. Jetzt wollen wir auch auf der qualitativen Ebene die Fachlichkeit steigern“, sagt Petra Schmitt, eine der Organisatorinnen vom Coburger Amt für Jugend und Familien. Das Problem fehlender Kita-Plätze sei aber auch in Coburg noch nicht ganz vom Tisch. Damit sich die Eltern auf diesen "Tag der geschlossenen Kitas" einstellen können, wurden sie bereits lange im Vorfeld darüber informiert.

Sendung: Bayern 1, Regionalnachrichten für Mittel- und Oberfranken, 25.04.2018, 12.30 Uhr

"Post und Grüße aus Hof": Sonderausstellung über die Poststation Hof

Hof: Vor 335 Jahren hat die erste offizielle Poststation in Hof ihre Türen geöffnet. Seit diesem Tag konnten in Hof auch Normalbürger Briefe und Karten verschicken. Das Museum Bayerisches Vogtland zeigt nun eine Sonderausstellung zu dem Thema. Das teilte die Stadt Hof mit. Zu sehen sind Briefe und Karten sowie Dokumente aus Hof – angefangen bei frühen Botenbriefen vom Ende des 16. Jahrhunderts über Lithographien, alten Firmenrechnungen und Werbebriefumschlägen bis hin zu Postkarten. Im 19. Jahrhundert wurden dann postalische Sendungen immer mehr zu Werbeträgern. So wird Hof zum Beispiel als Industriestadt, als Sportstadt oder Schulstadt beworben. Einige haben politische und historische Ereignisse in Hof festgehalten, wie den ersten Zeppelinflug über Hof. Auch selbst hergestellte und damit sehr individuelle Grußkarten aus Hof werden gezeigt. Die Ausstellung ist bis zum 1. Juli zu sehen.

Sendung: Bayern 1, Regionalnachrichten für Mittel- und Oberfranken, 25.04.2018, 11.00 Uhr

Nach Brand in Kulmbach: Polizei ermittelt mit Brandmittelspürhund

Kulmbach: Nach dem Brand in einem Freizeitcenter in Kulmbach sucht die Polizei nach der Brandursache. Am Mittwoch (25.04.2018) sind nun die Sachverständigen des Landeskriminalamtes vor Ort. Dabei komme auch ein Brandmittelspürhund zum Einsatz, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Am frühen Montagmorgen (23.04.2018) war in dem Freizeitzentrum, in dem sich eine Bowlingbahn, ein Imbiss und die Räume eines Motorradclubs befinden, ein Brand ausgebrochen. Bei den Löscharbeiten waren rund 270 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz. Der Brand war wegen der starken Rauchentwicklung sehr schwer zu löschen. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Zur Brandursache gibt es derzeit noch keine Anhaltspunkte. Der Sachschaden soll bei mehreren 100.000 Euro liegen.

Sendung: Bayern 1, Regionalnachrichten für Mittel- und Oberfranken, 25.04.2018, 10.00 Uhr

Bamberg: Iraker sticht mit zerbrochener Flasche auf Mann ein

Bamberg: Nach einem Angriff auf einen 36-jährigen Mann mit einer zerbrochenen Glasflasche sitzt der Angreifer in Untersuchungshaft. Es handelt sich nach Auskunft von Polizei und Staatsanwaltschaft um einen 31-jährigen Iraker. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagmorgen (22.04.18) gegen 4.00 Uhr im Bamberger Sandgebiet. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei war Angreifer alkoholisiert und pöbelte in der Dominikanerstraße mehrere Passanten an – auch das spätere Opfer. Beide Männer gerieten zunächst verbal aneinander. Dann griff der Iraker plötzlich nach einer am Boden liegenden Glasflasche, zerschlug sie und schlug damit in Richtung Kopf des anderen Mannes. Bei der Abwehr der Angriffe verletzte sich der 36-Jährige schwer an den Händen und den Unterarmen. Als der verletzte Mann nach Hilfe rief, flüchtete der Angreifer zu Fuß in Richtung Ringleinsgasse. Nach der Erstversorgung durch einen Notarzt musste der Verletzte in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Polizei konnte den Angreifer wenig später in der Nähe des Tatortes vorläufig festnehmen. Gegen den Mann erging Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Er sitzt inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt. Wer etwas beobachtet hat, soll sich bei der Kriminalpolizei Bamberg unter der Telefonnummer 0951/91 29 491 melden.

Sendung: Bayern 1, Regionalnachrichten für Mittel- und Oberfranken, 24.04.2018, 14.30 Uhr

Besatzaktion Pottenstein: Hilfe für notleidende heimische Fischarten

Pottenstein (Lkr. Bayreuth): Der Fischbestand in der Wiesent und in ihren Nebengewässern ist in den vergangen Jahren stark zurückgegangen. Am Dienstag (24.04.18) haben der oberfränkische Bezirkstagspräsident Günther Denzler und der Pottensteiner Bürgermeister Stefan Frühbeißer (CWU-UWV) deshalb 2.000 sogenannte Bachforellenbrütlinge und Äschen bei Pottenstein ins Wasser entlassen. Mit der Aktion sollen die bedrohten Fischbestände geschützt werden. "Die Fischarten in unseren Fließgewässern sind noch immer vielen Bedrohungen ausgesetzt. Nur durch solche Aktionen wie heute sind in vielen Gewässern die Bestände auf einem ausreichenden Niveau zu halten", so Bezirkstagspräsident Günther Denzler. Die Ursachen für den Rückgang der heimischen Fische sind beispielsweise eine fehlende bzw. eingeschränkte Durchgängigkeit an den Wasserkraftanlagen, der Kormoran oder auch der Fischotter sowie Freizeitangebote auf dem Wasser.

Sendung: Bayern 1, Regionalnachrichten für Mittel- und Oberfranken, 24.04.2018, 16.00 Uhr


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