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Aschermittwochs-Brauch Geldbeutel-Waschen der Narren in Töpen

Am Aschermittwoch wird in der kleinen oberfränkischen Faschingshochburg Töpen bei Hof ein alter Brauch gepflegt. Nach dem großen Kehraus am Dienstagabend treffen sich die Narren zum traditionellen Geldbeutel-Waschen am Kupferbach.

Von: Annerose Zuber

Stand: 14.02.2018

Aschermittwochs-Brauch: Geldbeutelwaschen | Bild: picture-alliance/dpa

Am Faschingsdienstag haben die Töpener beim Kehraus die Nacht nochmal zum Tag gemacht. Nun ist die närrische Zeit vorbei: Die Prinzenpaare sind entthront, die Kostüme auf dem Speicher verstaut.

Der Bach soll Geld in die Portemonnaies spülen

Nur eine "letzte Amtshandlung" steht für die Töpener Karnevalisten am Aschermittwoch noch an: Um 12.00 Uhr lassen Elferräte und Narren das kalte Bachwasser durch die Börsen fließen – in der Hoffnung, dass der Kupferbach neues Geld hineinspült.

"Es ist ja so, dass man nach dem Fasching kein Geld mehr hat und da ist es die beste Chance, den Geldbeutel mal zu waschen."

Alexander Kätzel, Präsident der Karnevalsgesellschaft Töpen

Das Geldbeutel-Waschen hat in Töpen seit 25 Jahren Tradition. Hintergrund ist, dass die Töpener bei den vielen Faschingsfeiern alles Geld ausgegeben haben und ihre Geldbeutel nun leer sind. Nur wenn das Wasser seine Wirkung tut, kann der nächste Fasching wieder kommen.

Faschingshochburg in Oberfranken

Die kleine Gemeinde Töpen bei Hof gilt als eine der oberfränkischen Faschingshochburgen. Allein der große Narrenumzug am Faschingssonntag zieht jedes Jahr mehrere tausend Besucher an. Die Karnevalsgesellschaft Töpen mit ihren rund 300 Mitgliedern gibt es bereits seit mehr als 50 Jahren.


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