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Ende eines langwierigen Verfahrens Freispruch für Finanzmakler aus Hof

Vor dem Landgericht Hof endet das langwierige Verfahren gegen Finanzmakler Michael Turgut mit einem Freispruch. Dem 49-Jährigen konnte nicht nachgewiesen werden, dass er seine Anleger über die Kosten des Anlage-Fonds getäuscht hat.

Von: Annerose Zuber

Stand: 13.03.2018

Schild vor dem Hofer Landgericht | Bild: BR

Mit dem Freispruch folgte die Wirtschaftsstrafkammer den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigern. Dem 49-jährigen Finanzmakler Michael Turgut habe während des Verfahrens seit November nicht nachgewiesen werden können, dass er seine Anleger über die Kosten des Anlage-Fonds getäuscht habe, so das Landgericht Hof nach insgesamt 22 Verhandlungstagen.

Aussage verweigert

Seit November hatte die Wirtschaftsstrafkammer fast 100 Anleger und Vertriebsmitarbeiter des Finanzmaklers als Zeugen befragt. Der Angeklagte hatte während des Verfahrens jegliche Aussagen zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft verweigert.

"Grauer Kapitalmarkt"

Michael Turgut beschäftigt bereits seit Jahren die Justiz in ganz Deutschland und gilt als eine der schillernden Figuren im sogenannten "Grauen Kapitalmarkt". Der gelernte Textilmaschinen-Mechaniker hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Firmen zur Vermittlung von Geldanlage-Produkten aufgebaut – und mehrmals mit Insolvenz beendet.

Gefängnisstrafe noch nicht rechtskräftig

Vor über einem Jahr hat ihn das Landgericht Hof wegen Bankrott zu vier Jahren Gefängnis verurteilt – allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Die Entscheidung des Bundesgerichtshof steht noch aus. Er lebt inzwischen in der Schweiz.


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Das Leihschwein, Mittwoch, 14.März, 08:15 Uhr

1. Selber Schuld wer den Finanzhaien glaubt, die kassieren ihre Provision und mehr

interessiert die nicht, haben mit der Beteiligung absolut nichts zu tun, das sind dann völlig andere Personen. Als Nobody erhält kein normaler Anleger die versprochene Rendite, kann froh sein, wenn er keinen Verlust macht. Sein Geld stecken sich Finanzdienstleister, Banken, der Fondinitiator, Vorstände, Aufsichtsräte, Treuhänder, Wirtschaftsprüfer, Versicherungen und Rechtsanwälte in die Tasche. Nur durch Betrug, Verfilzung, Korruption, Manipulation und die richtigen Leute kennen machen prominente Anleger an der Börse/Fonds dicke Gewinne denke nur an die Börsenmanipulation bei VW, Porsche und Mercedes oder an bekannte deutsch/österreichische Milliardäre die durch den Kauf der Hypo Alpe Adria durch die Bayern LB in kurzer Zeit einen dreistelligen Millionengewinn vom Steuerzahler finanziert bekamen.