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"Ewige Anbetung" Lichterprozession durch Obertrubach

Mit einer Lichterprozession als Höhepunkt endet die "Ewige Anbetung" in Obertrubach. Tausende Wachslichter werden an den Berghängen erstrahlen.

Von: Heiner Gremer

Stand: 02.01.2018

Impressionen von der Lichterprozession der Ewigen Anbetung in Obertrubach | Bild: BR-Studio Franken/Simon Plentinger

Die Prozession läuft am 3. Januar in Obertrubach quer durch den Ort, dessen Häuser mit religiösen Motiven geschmückt sind. Die Prozession wird dabei durch tausende Lichter an den Berghängen verschönert und die Landschaft in ein ganz besonderes Licht getaucht.

Zehntausende Gäste

Die dafür nötigen tausenden Wachslichter werden zuvor von ehrenamtlichen Helfern hergestellt, verteilt und auch rechtzeitig entzündet. Diese Lichterprozessionen finden noch an einigen wenigen Orten in der Fränkischen Schweiz statt, am bekanntesten ist Pottenstein im Landkreis Bayreuth am Dreikönigstag. Jedes Jahr kommen hierzu zehntausende Gäste.

Glauben stärken

Die "Ewige Anbetung" geht auf das Jahr 1759 zurück und wurde von Bischof Adam Friedrich von Seinsheim (1708-1779) für das Bistum Bamberg erneuert. An jedem Tag des Jahres sollte mindestens in einer der vielen Kirchengemeinden des Bistums ein "Tag des Gebetes" abgehalten werden, so dass " ewig gebetet" wird. Der Grundgedanke: Glauben und Frömmigkeit der Bevölkerung stärken.

Kein Lichterfest

Die kirchliche Lichterprozession soll nicht zum "Lichterfest" und damit zu einer reinen touristischen Attraktion werden. Deshalb wird in Obertrubach vermieden, einen Budenzauber mit Glühwein und Bratwürsten anzubieten. Gäste sind aber gern gesehen und finden nach der Prozession Platz in den Gaststätten.

Lange Tradition

Der Brauch der Schlussprozession zur "Ewigen Anbetung" in Obertrubach lässt sich bis in das Jahr 1886 zurückdatieren. Ursprünglich dauerte die zehnstündige Anbetung drei Tage. Heute feiert Obertrubach die "Ewige Anbetung" mit der feierlichen Schlussprozession am 3. Januar.


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