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Pestizidbelastung Dropleg-Spritztechnik soll Bienen schützen

Auch auf dem Land finden Bienen immer weniger blühende Pflanzen. Viele sind außerdem mit giftigen Spritzmitteln belastet. Die neue Dropleg-Technik könnte den Bienen helfen. Im Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim kommt sie erstmals zum Einsatz.

Von: Annette Bögelein

Stand: 16.05.2018

Rapsblüten sind im Frühjahr noch die ergiebigste Futterquelle, sagt Matthias Rühl vom Verband Bayerischer Bienenhalter. Der anfällige Raps ist allerdings stark mit Spritzmitteln belastet. Und die Chemie in den Rapsblüten schadet den Bienen.

Gespritzt wird unter die Blüten

Spritzen mit Droplegs: Unter, nicht auf die Blüten

Die neue Spritztechnik mit sogenannten Droplegs soll verhindern, dass Spritzmittel auf den Blüten landet. Droplegs sind Düsen, die mit einem Stiel unter dem Spritzarm des Traktors montiert werden. Wird der Spritzarm gesenkt, befinden sich die Düsen weit unterhalb der Blütenstände und können dort das Spritzmittel gezielt versprühen.

... und Spritzmittel werden auch gespart

Landwirt Karl Rühl

Karl Rühl aus Eckenberg bei Oberreichenbach (Lkr. Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim) ist der erste Landwirt in Bayern, der Droplegs einsetzt. Die Umrüstung seiner Feldspritze wurde vom Verband Bayerischer Bienenhalter und der Sparkasse Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim finanziell unterstützt. In der neuen Technik sehen auch Vertreter des Bauernverbandes eine Chance. Denn mit den Droplegs kommen die Landwirte mit weniger Pestiziden, Fungiziden und Insektiziden aus.


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