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Fahrgäste aus Bus gerettet Busunglück Münchberg: Sachsen ehrt Busfahrer als Lebensretter

Ein Dreivierteljahr nach dem folgenschweren Busunglück auf der A9 bei Münchberg (Lkr. Hof) hat der Freistaat Sachsen den überlebenden Busfahrer als Lebensretter ausgezeichnet. Er hatte 30 Senioren aus dem brennenden Bus gerettet.

Von: Lorenz Storch

Stand: 08.03.2018

Der sächsische Innenminister Roland Wöller (CDU) ehrt den überlebenden Busfahrer des Busunglücks auf der A9 bei Münchberg (Lkr. Hof) als Lebensretter. | Bild: SMI/Ziehm

Ersatzbusfahrer Tino Rudolph aus Löbau in Sachsen hatte das Busunglück auf der A9 bei Münchberg (Lkr. Hof) im Juli vergangenen Jahres überlebt. Durch sein schnelles Handeln hatte er verhindert, dass noch mehr Menschen ums Leben gekommen waren.

30 Menschen aus Feuer gerettet

Nach Angaben des sächsischen Innenministeriums hatte er 30 Menschen aus dem brennenden Bus gerettet. Innenminister Roland Wöller (CDU) hat dem Busfahrer nun das Lebensrettungsehrenabzeichen des Freistaates Sachsen verliehen.

"Vorbild für uns alle"

"Auch auf die Gefahr hin, selbst verletzt zu werden und unter Einsatz seines Lebens kehrte Herr Rudolph immer wieder in das brennende Fahrzeug zurück, um Fahrgäste aus dem Bus zu evakuieren – bis es ihm selbst nicht mehr möglich war, das Fahrzeug zu betreten", sagte Wöller. "In Augenblicken größter Not und höchster Gefahr auch für das eigene Leben zögerte Herr Rudolph nicht und bewies Courage – damit ist er Vorbild für uns alle", so der Minister weiter.

Hintergrund: Busunglück bei Münchberg

Bei dem schweren Verkehrsunfall war am 3. Juli 2017 ein Reisebus auf der Autobahn A9 bei Münchberg komplett ausgebrannt. 18 Menschen waren gestorben, 30 wurden teils schwer verletzt. An Bord war eine Senioren-Reisegruppe aus Sachsen.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hof hatte der zweite Busfahrer zu spät reagiert und war in das Stauende gefahren. Den Grund für seine verzögerte Reaktion konnten die Ermittler nicht mehr feststellen. Er war ebenfalls ums Leben gekommen.


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