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Vom Aussterben bedroht Arnika-Schutz-Projekt im Fichtelgebirge

Die Region Hof-Wunsiedel ist Vorreiter, wenn es um den Schutz der vom Aussterben bedrohten Arnika-Pflanze geht. Ziel des Arnika-Schutz-Projekts ist es, die Pflanze im Fichtelgebirge und im Vogtland dauerhaft zu erhalten.

Von: Annerose Zuber

Stand: 08.02.2018

Arnika | Bild: Robert Mertl

Im Rahmen des Arnika-Schutz-Projekts wurden 20.000 neue Arnika-Pflanzen ausgebracht, Arnika-Rad- und Wanderwege ausgewiesen und eine Arnika-Tinktur hergestellt. Das Hofer Konzept "Schutz durch Nutzung" sei beispielhaft für andere Arnika-Gebiete in Deutschland, betont Christelle Nowak vom Bundesamt für Naturschutz im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk.

Arnika dauerhaft erhalten

Gleichzeitig haben die Biologen vom Landschaftspflegeverband Hof im Fichtelgebirge und im Vogtland untersucht, welche speziellen Pflegemaßnahmen für den dauerhaften Erhalt der bedrohten Pflanze notwendig sind. Landwirtschaftliche Maßnahmen können künftig durch das bayerische Landschaftspflegeprogramm gefördert werden, so Regina Saller, die Arnika-Projektleiterin vom Landschaftspflegeverband Hof.

Förderung durch Bund

Die Bundesregierung hat das einzigartige Arnika-Schutz-Projekt im Fichtelgebirge und im Vogtland unter Federführung des Landschaftspflegeverbands Hof seit 2012 mit rund 300.000 Euro gefördert. Das wurde bei einer Tagung von Wissenschaftlern, Landwirten, Förstern, Tourismus-Fachleuten und Regionalentwicklungs-Experten im Hofer Landratsamt bekannt.


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L. LUTZ, Sonntag, 11.Februar, 21:35 Uhr

2. Pflanzenschutz

Richtig, meine volle Zustimmung. Schutz einzelner Pflanzen, Lebewesen ist lobenswert, macht jedoch wenig Sinn, ist nicht zielführend. Lebensräume, Habitate sind zu erhalten, bzw. zu schützen UND zu vernetzen. Auf Dauer ohne Vernetzung, geringe oder keine Erfolgsaussichten. Mein Eindruck ist, dass diesbezügliche reale sowie dauerhafte Erfolge immer weniger werden. Wenn andere Interessen wie zum Beispiel Tourismus, Arbeitsplätze und so weiter und so fort durch die Schutzmaßnahmen gefährdet scheinen, ist meist die Natur der große Verlierer, so jedenfalls meine Wahrnehmung.

Anni, Donnerstag, 08.Februar, 18:40 Uhr

1. Pflanzenschutz

Leider ist ein solches Vorhaben viel zu selten. Nicht nur diese Pflanze gilt es zu schützen, sonern die Natur als Ganzes inclusive Fauna. Der Einzelne kann nicht viel ausrichten. Wohl aber Gemeinschaften mit Naturschutzambitionen. Nicht immer leicht umsetzbar, man braucht einen langen Atem und selbst dann kann man als Verlierer vom Platz gehen. Denn immer wird der Mammon im Vordergrund stehen. Doch man sollte im Namen der Kinder und Enkel nichts unversucht lassen.