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Wegen schlechten Wetters WM der Heißluftschiffe am Tegernsee startet mit Verzögerung

In Bad Wiessee eröffnen die 10. Weltmeisterschaften der Heißluftschiffe. Wegen des schlechten Wetters musste der Wettbewerbsstart aber auf den morgigen Samstag verschoben werden.

Von: Martin Binder

Stand: 16.02.2018

Die Piloten sollen mit ihren Luftschiffen sechs Tage lang verschiedene Prüfungen absolvieren. Der Weltmeister wird dann am 22. Februar geehrt. Ursprünglich sollten zehn Piloten aus fünf Nationen bei der WM im Tegernseer Tal mitmachen. Allerdings gab es kurz vor Start der Wettbewerbe noch einmal ein paar Änderungen: Nachdem ein Teilnehmer aus den USA und einer Teilnehmerin abgesagt haben und ein weiterer Teilnehmer zugesagt hat, nehmen jetzt neun Männer an der Weltmeisterschaft teil.

Und dann spielte auch das Wetter zum Auftakt nicht mit: Die vage Hoffnung, wenigstens am Freitagnachmittag starten zu können, zerplatzte am Mittag. Nun sollen die Wettbewerbe am Samstag starten - falls das Wetter dann endlich annehmbar ist.

Bis zu vier Menschen finden Platz in der Kabine

Blick von Kreuth aus auf den Tegernsee.

Heißluftschiffe haben die Form eines kleinen Zeppelins, werden aber nicht von Gas, sondern von Heißluft getragen und haben keine starre Hülle. Die Schiffe, die an der WM im Tegerseer Tal teilnehmen, sind 41 Meter lang und haben einen Durchmesser von 12,8 Metern. In der an der Hülle hängenden Kabine finden bis zu vier Menschen Platz, bei der WM ist die Crew aber auf drei Mitglieder begrenzt.

Die Luftschiffe haben zwar einen Motorantrieb, sind aber auch – ähnlich wie beim Segeln – vom Wind abhängig und deshalb nicht einfach zu lenken. Gut für die Zuschauer: Alle Aktionen der Piloten passieren in Bodennähe, sind also schön zu beobachten auf den verschiedenen Plätzen rund um den Tegernsee.

Piloten erfahren erst kurz vor dem Start ihre Aufgaben

Zu den Aufgaben gehören Langstreckenflüge oder Slaloms, aber auch sogenannte Präzisionsaufgaben. Dabei werden zum Beispiel kleine, farbig markierte Sandsäcke möglichst zentimetergenau auf Zielpunkte geworfen. Die Piloten, eine Frau und neun Männer, erfahren dabei an jedem Wettkampftag erst kurz vor dem Start, welche Aufgaben zu erledigen sind.

Fünf der Piloten kommen aus Deutschland, Andreas Merk aus Leutkirch in Schwaben, fast an der Grenze zu Bayern, gehört als Vize-Europameister von 2016 mit zu den Favoriten.


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