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Mordprozess um tödlichen Brand in München Witwe sagt aus und bricht zusammen

Am zweiten Prozesstag um den Tod dreier Menschen bei einem Brand in einem Münchner Mietshaus hat die Witwe des verstorbenen Familienvaters ausgesagt. Dabei kam sie auch auf einen Bekannten ihres Ehemannes zu sprechen, mit dem es wohl Streit gegeben hatte. Die Frau brach nach ihrer Aussage zusammen.

Von: David Herting

Stand: 13.03.2018

 Der wegen dreifachen Mordes in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung Angeklagte sitzt zu Beginn des Prozesses um den Brand an der Dachauer Straße neben seinem Anwalt  | Bild: picture-alliance/dpa/Lino Mirgeler

Die Zeugin, die am heutigen Nachmittag vor dem Landgericht München zu dem Wohnungsbrand in München vom November 2016 aussagte, hat bei der Katastrophe drei Familienangehörige verloren: Ihren Mann und zwei gemeinsame Töchter im Alter von neun und sechzehn Jahren.

Entsprechend mitgenommen war die Frau von ihrer Aussage. Nachdem sie ihren gestorbenen Mann und ihre Töchter dem Gericht unter Tränen beschrieben hatte, brach die Frau zusammen und musste von einem Sanitäter versorgt werden.

Drohung nach Streit mit Ehemann

In ihrer Aussage machte sie klar, dass sie den 43-jährigen Angeklagten noch nie gesehen hatte, obwohl beide mehrere Jahre in dem Mietshaus in der Dachauer Straße 24 gewohnt hatten.

Sie brachte vielmehr einen ebenfalls aus Bulgarien stammenden Bekannten ihres Ehemannes ins Gespräch. Wenige Wochen vor dem Brand im November 2016 hatten die beiden demnach einen Streit, bei dem beide handgreiflich wurden. Nach der Auseinandersetzung soll der Mann laut Aussage der Witwe durch die Tür gerufen haben: "Ich werde Dich und Deine Familie anzünden". Einen konkreten Tatverdacht sprach die Zeugin innerhalb ihrer Aussage allerdings nicht aus.

Ein weiterer bulgarischer Zeuge berichtete ebenfalls von dem Streit, jedoch konnte er sich an keine Drohung erinnern. Ein bosnischer Hausbewohner konnte ebenfalls den Angeklagten nicht recht wiedererkennen, erinnerte sich jedoch daran, dass er kurz vor dem Ausbruch des Feuers drei andere verdächtige Männer im Hof gesehen hatte.

Videoaufnahmen unbrauchbar

Am Vormittag hatten mehrere Polizisten ausgesagt. In dem Haus habe es ständig mutwillige Zerstörungen gegeben, im Treppenhaus sei oft geraucht worden. Ob der Angeklagte sich am fraglichen Abend länger in einem Fitnessstudio in der Nähe aufgehalten hatte, konnte nicht geklärt werden, da die Videoaufnahmen zu schlecht waren. Der Angeklagte selbst äußerte sich in dem Prozess bislang nicht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, aus Wut über Nachbarn und Unordnung in dem Mietshaus die Matratze angezündet und so den katastrophalen Brand ausgelöst zu haben.

Die Witwe des Verstorbenen hatte sich zu dem Tatzeitpunkt bei ihren Angehörigen in Bulgarien aufgehalten, sie war damals schwanger. Auch jetzt lebt sie wieder in Bulgarien. Um als Zeugin auszusagen, ist sie zurück nach Deutschland gekommen. Handfeste Beweise gebe es nicht - es werde wohl ein reiner Indizienprozess, so Verteidiger Walter Lechner im Vorfeld. Am kommenden Donnerstag soll der Prozess fortgesetzt werden.


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Hans Holtz, Mittwoch, 14.März, 16:59 Uhr

1. Diese Ethnien bekämpfen sich bis aufs Blut.

Das nennt sich nun wirklich nicht "gelungene Integration"! Denn diese Menschen leben zwar von unserem Steuergeld, aber genauso weiter, wie in deren Herkunftsland. Dass man davon in der Tagesschau nie hörte, wie auch nicht in den Reportagen über das Leben von Migranten, ist nicht erstaunlich. Obwohl, ist ja auch zu normal, üblicher Migrantenalltag in Deutschland. Denn das halten die Türken genau so, wie auch alle Zuwanderer aus islamischen Ländern. Somit, nix Neues "im Staate Dänemark"...

  • Antwort von Wolf, Mittwoch, 14.März, 18:44 Uhr

    Asso ich betrachte ihren Kommentar als absolut dümmliche Volksverhetzung und Beleidigung, ich denke der BR sollte das genauso sehen und diesen Nonsens löschen!