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Resch will Dieselfahrverbote Umwelthilfe wirbt für dunkelblaue Plakette

In der Diskussion um Dieselfahrverbote plädiert Jürgen Resch, Chef der Deutschen Umwelthilfe, für eine dunkelblaue Plakette. Das höre sich vernünftig an, sagte er am Abend bei einer Veranstaltung von "Green City" in München.

Von: Birgit Grundner

Stand: 07.03.2018

Blaue Plakette | Bild: picture-alliance/dpa

Dabei sollten die Euro 6-Grenzwerte und als "Kompromiss" allenfalls die Euro 6d-Grenzwerte zugrunde gelegt werden, aber „das war es dann auch schon“. Zwei Plaketten dagegen wären "unsinnig", so Jürgen Resch.

Umwelthilfe: Resch gegen hellbaue Plakette

Für den Chef der Umwelthilfe wäre die hellblaue Variante "ein Muster ohne Wert", da auch "besonders schmutzige Fahrzeuge" sie bekommen könnten. Deswegen forderte Resch nur "eine Plakette und die ehrlich ausgestaltet" für Neufahrzeuge wie für "nachgerüstete Betrugsdiesel."

Diesel-Fahrverbote ohne auf die Plakette zu warten

Jürgen Resch

Die ablehnende Haltung der CSU zur blauen Plakette bezeichnete Resch als "Reflex der CSU", wie man ihn seit Jahren kenne. Nun brauche man aber auch nicht mehr auf die blaue Plakette warten, sondern könne nach dem Urteil von Leipzig Diesel-Fahrverbote in den Städten aussprechen – heuer die Euro 4- und älteren Fahrzeuge, nächstes Jahr dann die Euro 5-Fahrzeuge. Das müsse nicht unbedingt bedeuten, dass die Besitzer "immobil werden". Vielmehr habe man eineinhalb Jahre Zeit, die Automobilindustrie zur Nachrüstung zwingen, so dass sie Grenzwerte einhalten können. Die Kosten dafür müsse die Industrie auch übernehmen, so Resch weiter:

"Wenn ein Betrüger ertappt wird, muss er den Schaden ersetzen."

Jürgen Resch, Deutsche Umwelthilfe

Die Stadt München und den Freistaat forderte der Umwelthilfe-Chef erneut auf, das Urteil von Leipzig ernst zu nehmen und alles zu tun, um "die Luft in diesem Jahr noch sauber zu machen". Der Freistaat müsse Fahrverbote vorbreiten. Die Stadt könne sich aber "auch keinen schlanken Fuß machen" und müsse etwa alle ihre Busse, die nicht Euro 6-Normen entsprechen, noch heuer nachrüsten. Dafür könne sie auch staatliche Zuschüsse in Anspruch nehmen, so Resch.


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Lindel, Donnerstag, 08.März, 17:18 Uhr

19. Fahrverbot

Die sollen erst die Messstellen richtig platzieren und der diesel ist sauber es ist nur geldmacherei armes Deutschland.

konstanze, Mittwoch, 07.März, 20:21 Uhr

18. die farben werden knapp werden

im umweltbundesamt ist die blaue plakette erfunden worden und ehe die eingeführt ist, wird schon nachgelegt. diesmal eine hellblaue plakette, weil die farben knapp werden. nicht nur dieser vorschlag hinterlässt zweifel an der seriosität und vor allem politischen neutralität dieses amtes. nach dessen logik würde je nach geschwindigkeit des technischen fortschritts alle jahre eine neue plakette ausgegeben. die nächste wird dann sicherlich hellgrün. das streben nach einer immer komplizierter werdenden umweltgesetzgebung scheint im umweltbundesamt an erster stelle zu stehen. dem umweltschutz hilft dies in diesem falle bestimmt nicht. wer würde schon viel geld für eine nachrüstung seines fahrzeuges ausgeben, wenn er am ende nur eine blaue plakette bekommt, die an schlechten tagen keine einfahrt für münchen oder stuttgart erlaubt ? denn niemand kann heute seriös ausschließen, dass selbst fahrzeuge mit der höchsten abgasnorm euro 6 künftig nicht von fahrverboten betroffen sein könnten.

  • Antwort von Blechmann13, Freitag, 09.März, 06:40 Uhr

    Es ist sogar noch viel schlimmer...

    Bei der "Real Drive Emission"-Messung (RDE-Verfahren) für die Euro 6d-TEMP wird außerdem geprüft, wie das reale Abgas-Emissionsverhalten von Fahrzeugen im praktischen Fahrbetrieb ist. Dabei dürfen die Stickoxid-Emissionen den Prüfstandgrenzwert um den Faktor 2,1(!) übersteigen. So liegt für Pkw mit Benzinmotor der NOx-Grenzwert für die Prüfstandmessung bei 60 mg pro Kilometer, der RDE-Grenzwert hingegen bei 126 mg. Für Dieselfahrzeuge gelten die NOx-Grenzwerte 80 beziehungsweise 168 mg.

    Selbst Euro 6d ist damit eigentlich ein Fake...

    mfg

Handwerker, Mittwoch, 07.März, 18:33 Uhr

17. Diesel-Fahrverbote ohne auf die Plakette zu warten.

Zum Plaketten Wahnsinn bedarf es keinerlei Kommentar mehr und zum Rest sowieso nicht.

Realist , Mittwoch, 07.März, 16:11 Uhr

16. Für Elektroautos gibt es nicht genug Rohstoffe, nicht genug Strom und

Für Elektroautos gibt es nicht genug Rohstoffe, nicht genug Strom und bei dem Otto Normalverbraucher nicht genug Geld. Alles nur dämliche grüne Träumereien.

Der Staat kann nicht auf die Mineralölsteuer verzichten! Später wird deswegen der Auflade-Strom drastisch besteuert.

  • Antwort von Hubert B, Mittwoch, 07.März, 16:52 Uhr

    Ihr letzter Satz mag stimmen "Realist". Ihr erster Satz ist hanebüchener Unsinn.

  • Antwort von forist, Mittwoch, 07.März, 17:50 Uhr

    Dieselmotoren lassen sich nach leichten Modifiktionen mit Dimethylether (Gas) betreiben.
    Dimethylether verbrennt im Dieselmotor sehr sauber.
    Zudem gilt Dimethylether als Bio-Kraftstoff.

  • Antwort von Blechmann13, Freitag, 09.März, 06:56 Uhr

    Der "Strom" wäre vielleicht noch nicht einmal das große Problem, sieht man mal davon ab, wie er produziert, oder von wo er eingekauft wird... ^^
    Das derzeitige Problem ist die Infrastruktur, und damit sind nicht nur Ladestationen gemeint, sondern einfach unser Stromnetz, dass für diese Belastungen nicht ausgelegt ist.
    Bereits 30% Anteil an Elektroautos würde das heutige Stromnetz in und um Großstädte zusammenbrechen lassen, und alle säßen im "Dunkeln"...

    Trotzdem, auch der Rohstoffverbrauch spezieller Materialien für Auto-Akkus wäre enorm, vor allem an Lithium...warum wohl hat die USA ihren Einsatz in Afghanistan auf unbegrenzte Zeit verlängert, und gibt mehr oder weniger offen zu, dass sie deren Bodenschätze nicht den Chinesen überlassen will... ^^

    Auch die Preise dürften sich extrem verteuern, und zwar unabhängig davon für was er benutzt wird (Brötchen aufbacken könnte Luxus werden), denn wer will überwachen, wo und für was er in der heimischen Garage abgezapft wird?

    mfg

Digitalbärin, Mittwoch, 07.März, 13:54 Uhr

15. Bayern first

Ich bin dafür,
eine weiß-blaue Plakette einzuführen für alle, die unbeschränkt damit nur in Bayern fahren dürfen, wenn sie nachweislich CSU gewählt haben.
Die sind dann auch von der Dooofbrindt-Maut befreit.