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Umplanungen zweite Stammstrecke Bahn verspricht geringere Kosten

Die Bahn muss bei der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München umplanen. Seit das bekannt wurde, steht das Großprojekt wieder voll in der Kritik. Heute gingen die Bahnverantwortlichen an die Öffentlichkeit und betonten, dass durch die "Optimierung" die Kosten des Projekts gesenkt und die Bauarbeiten verkürzt werden könnten.

Von: Anton Rauch

Stand: 12.07.2018

Das Infozentrum 2. Stammstrecke München auf dem Marienhof | Bild: BR/Anton Rauch

Durch die Änderungen soll der Bau der zweiten Stammstrecke billiger und schneller werden, den Kostenrahmen von 3,8 Milliarden Euro und den Termin für die Inbetriebnahme 2026 will die Bahn auf jeden Fall einhalten. Für diese Optimierungen gilt laut DB ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren durch das Eisenbahnbundesamt.

Weniger Baugruben, mehr Brandschutz

Die Verlegung der Tiefhaltestelle am Münchner Hauptbahnhof um 80 Meter nach Westen ermöglicht es, nur eine Baugrube anzulegen statt zweier Schächte. Das geht, weil ein Parkhaus der Bahn abgerissen werden kann. Der Brandschutz sei damit sogar besser als mit der früheren Lösung, so die Bahn. Auch am Marienhof hinter dem Münchner Rathaus soll nur eine Baugrube entstehen. Die Bahn verspricht sich von der Umplanung auch weniger LKW-Fahrten beim Bau der zweiten Stammstrecke. Auch für den Bereich des Münchner Ostbahnhofs kündigte die Bahn Optimierungen an, die Hauptbaugrube unter dem Orleansplatz werde aber bleiben.

Landtags-Grüne fordern Baustopp

Kritiker hatten befürchtet, dass der Brandschutz durch die umplanungen nicht mehr gewährleistet sein könnte. Die Landtags-Grünen haben vor Kurzem sogar einen Baustopp der zweiten Stammstrecke wegen der geänderten Planungen verlangt: Diese machten die zweite Röhre unwirtschaftlich.


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