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Großes Chaos bleibt aus Streik beim Münchner Nahverkehr sorgt kaum für Stress

Der Warnstreik bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hat nicht zum großen Chaos im Berufsverkehr geführt. Trotz dreistündigen Ausfalls aller U-Bahnen in der Früh waren die nicht bestreikten S-Bahnen nur selten überfüllt.

Von: David herting

Stand: 14.06.2018

Warnstreik in München am 14.06.2018 | Bild: BR/David Herting

Der Morgen in München war dann doch nicht so katastrophal wie befürchtet – und das, obwohl die U-Bahn bis kurz nach 7 Uhr überhaupt nicht fuhr. Auf den Straßen gab es etwas mehr Verkehr als an Werktagen üblich, Taxis waren nach 6:30 Uhr nur sehr schwer zu bekommen.

Aber es gab keine völlig überfüllten S-Bahnen, und auch keine Dauercamper in der U-Bahn, die verzweifelt auf den ersten wieder fahrenden Zug warteten. Auch viele Busse und Trambahnen waren in den Depots geblieben.

Radwege zum Teil überfüllt

Viele Münchner hatten offenbar rechtzeitig organisiert, wie sie in die Arbeit kommen und die Kinder zur Schule bringen. Eine große Anzahl Münchner setzte sich auch aufs Rad. Fahrradwege, die in den frühen Morgenstunden normalerweise eher verwaist sind, waren teilweise überfüllt.

Erste U-Bahnen fuhren schon um kurz nach Sieben

Trotz des angekündigten Warnstreiks bis 8 Uhr fuhren erste U-Bahnen schon ab kurz nach Sieben wieder. Laut MVG liegt das daran, dass der Streikaufruf doch nicht so gefruchtet habe und deswegen doch mehr Mitarbeiter zur Verfügung standen. Die Gewerkschaft Verdi geht dagegen davon aus, dass die MVG teilweise Führungskräfte zum Fahrdienst abgestellt habe.

Gewerkschaft zufrieden

Insgesamt bewertet die Gewerkschaft den von ihr als "Signalstreik" titulierten Arbeitskampf als positiv und als Zeichen der Solidarität zwischen den Mitarbeitern, die verschiedene Tarifverträge haben.

Am Freitag wird wieder verhandelt

Bei der Kundgebung im Straßenbahnbetriebshof forderten die Mitarbeiter der MVG unter anderem bessere Bedingungen im Schichtdienst. Am Freitag findet die dritte Verhandlungsrunde statt.


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