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Viele Pannen in München Störungsanfällige S-Bahn - Fahrgastverband fordert Maßnahmen vom Innenminister

Nicht nur im Fernverkehr der Bahn, auch im Nahverkehr hakt es. So gibt es fast täglich S-Bahnstörungen wie gestern am Ostbahnhof München. Der Fahrgastverband ProBahn fordert deshalb vom Freistaat die Umsetzung lang versprochener Verbesserungsmaßnahmen.

Von: Anton Rauch

Stand: 13.12.2017

S-Bahn steht an Haltestelle Hackerbrücke in München | Bild: picture-alliance/dpa

Die jüngste Pannenserie bei der Deutschen Bahn sorgt derzeit für Spott und Häme. Aber nicht nur dort gibt es laut ProBahn Probleme.

Für den Fahrgastverband ist der Ausfall von Stellwerken ein Zeichen für den "fortschreitenden Infrastrukturverfall in einem der wichtigsten Ballungsraumnetze Deutschlands". Im Münchner S-Bahnbereich sind etwa zwei Drittel aller Nahverkehrsfahrgäste in Bayern unterwegs.

Aktivere Überwachung gefordert

Andreas Barth von ProBahn will vor allem Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in die Pflicht nehmen: Der Freistaat müsse die Instandhaltung der Bahnanlagen aktiver überwachen und notfalls eine eigene Infrastrukturgesellschaft einrichten.

Außerdem müssten die schon 2012  als Sofortmaßnahmen beschlossene Baumaßnahmen  für die S-Bahn endlich umgesetzt werden: Wie der Bau der sogenannten  Sendlinger Spange mit Halt in Laim und  ein zusätzlicher Regionalbahnhof an der Poccistraße, damit Pendler früher in die U-Bahn umsteigen können, wenn die Stammstecke dicht ist.

 Wäre das schon gebaut , dann hätten sich die Störungen der letzten Tage deutlich weniger auf die Fahrgäste ausgewirkt, meint der Vertreter von Pro Bahn.


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Hrdlicka, Donnerstag, 14.Dezember, 05:52 Uhr

7. Fahrgast?

..im Zusammenhang mit der S-Bahn München klingt der Ausdruck "FahrGAST" reichlich zynisch..."FahrOPFER" wäre da oft angebrachter ! Noch nicht einmal die Informationen die man erhält sind eindeutig, sondern meist widersprüchlich

Techniker , Mittwoch, 13.Dezember, 13:12 Uhr

6. Wo ist das ganze Geld ???

Bitte bedenken, dass in den Jahren nach 1989 das Geld für Infrastruktur in den neuen Ländern verbaut wurde, da hier der Stand der 1930er Jahre herrschte und die Technik im Großraum München aus den 1960/1970 Jahren war - Stichwort Olympia. In Technikzyklen gedacht, hätte in den 1990ern auch schon im Westen modernisiert werden müssen - aber das ging aus Finanznot nicht. Und die Umstellung von der Behördenbahn auf eine AG war auch noch da - das hatte ja auch der großer SPD-Gerhard mit zu verantworten - davon spricht heute niemand mehr.
Die Behördenbahn war zwar schwerfällig, es hat aber funktioniert und es wurden nach festgelegten Plänen Vorkehrungen für alle Eventualitäten getroffen, die natürlich Geld kosten und deren Vorhaltung wie z.B. Winterdienst so eingedampft wurden, dass beim geringsten Schneefall auch bei der Bahn Chaos ausbricht.

  • Antwort von Hrdlicka, Mittwoch, 13.Dezember, 22:12 Uhr

    @Techniker: ja das war wohl dem geplanten Börsengang des Herrn Mehldings geschuldet...der hat sich ja dann am Flughafen Berlin, bzw.. der dortigen Bauaustellung nochmals versucht

Flughafen, Mittwoch, 13.Dezember, 12:50 Uhr

5. Chaos und nur Chaos

Das man die Passagiere zum Flughafen an einem Montagmorgen um 6:15 aus der S Bahn in Neufahrn schmeisst,weil der komplette Zug weiter nach Freising fährt ist schon eine Unverschämtheit.
Das man den Fahrgästen zum Flughafen dann keinerlei Information darüber gibt ,wie sie nun zum Flughafen kommen ,eine weitere Dreistigkeit.
Dann noch am Bahnsteig frieren bei 0 Grad und schneebedeckten Bahnsteig mit Gepäck.Toll !!!!
Was bitte ist da so schwierig wenn man den Fahrgästen durch den Triebfahrzeugführer mitgeteilt hätte ,das Fahrgäste zum Flughafen einfach im Zug bleiben können ,und von Freising mit dem Bus 635 dann zum Flughafen kommen können.
beziehungsweise von Freising mit dem Taxi zum Flughafen weiterfahren.
Aber um 6:15 in Neufahrn ein Taxi finden ,geschweige den eine Fahrtmöglichkeit zum Flughafen, einfach unmöglich..
Diese und andere Geschichten aus den täglichen Wahnsinn der S Bahn München ,können Sie verehrte Leser dieser Zeilen bald in einem Buch nachlesen.

IH, Mittwoch, 13.Dezember, 11:53 Uhr

4. Jammern auf hohem Niveau

Ich habe unter der Woche auch das Vergnügen, im Berufsverkehr auf der Stammstrecke unterwegs zu sein. Sicher, es gibt technische Störungen etc. Aber jeden Tag? Weiß ich nix davon. Ja, das Münchner S-Bahn-Netz hat grade in punkto Querverbindungen auf den Außenästen einiges nachzuholen. Trotzdem ist das Angebot des ÖPNV hier in München gut - ich verstehe nicht, warum Menschen mit Auto in die Innenstadt fahren (außer mit schweren Lasten, oder wenn sie schlecht zu Fuß sind, etc.)

Außerdem sind an den Verspätungen, die gerade auf der Stammstrecke zu Stau führen, die Fahrgäste gerne auch mal selbst schuld. Tür aufhalten, Türen mit Gewalt wieder aufzwängen, in der Lichtschranke stehen .. neulich hat mal eine S-Bahn innerhalb von ca. 5 Stationen 3 min Verspätung aufgebaut, wegen eines Tagträumers, der das mit der Lichtschranke nicht gerafft hat. Genauso scheint das "alle Türen nutzen und im Inneren zügig durchgehen" für viele eine zu große mentale Herausforderung zu sein.

S2, Mittwoch, 13.Dezember, 09:59 Uhr

3. S Bahn Störungen

Der Streckenagent per Mail von der Bahn meldet Verspätungen von nur 10-30min.
Die Wirklichkeit heute, von Erding bis Karlsplatz 2 Stunden Fahrzeit !
Letzte Woche war auch eine Störung nach der anderen bzw. ich glaube an einem Donnerstag kam ich um 21 nach hause anstatt um 17 Uhr.
Und beim SEV wird immer von Bussen zu lesen aber neulich habe ich auf der Strecke Markt Schwaben Erding nur einen einzigen fahren sehen !
Die Fahrgäste werde nur noch angelogen !

Fahrtzeit anno 1960 mit Dampflok Erding-Ostbahnhof 1 Stunde !

Aber mit Milliarden über Bauprojekte die Bauwirtschaft fördern !

  • Antwort von Hrdlicka, Mittwoch, 13.Dezember, 22:15 Uhr

    @S2: und heute nachmittag kam es wegen 7 ( in Worten: sieben) illegal Eingereisten zu noch größerem Chaos auf allen Linien !