21

Lebensgefährlich verletzte Polizistin Staatsanwalt bestätigt: Schütze von Unterföhring schuldunfähig

Die Staatsanwaltschaft hält den Mann, der im Sommer eine Polizistin im S-Bahnhof Unterföhring bei München lebensgefährlich verletzt hat, für zur Tatzeit nicht schuldfähig. Der Mann sitzt bereits seit Juni in der Psychiatrie.

Stand: 03.12.2017

ARCHIV - Polizisten stehen am 13.06.2017 in Unterföhring (Bayern) in der Nähe vom S-Bahnhof. Bei Schüssen am S-Bahnhof in Unterföhring bei München sind am Dienstagmorgen mehrere Menschen verletzt worden, darunter eine Polizistin. (zu dpa "Das war 2017 - ein bayerischer Rückblick" vom 01.12.2017) Foto: Peter Kneffel/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Bild: dpa-Bildfunk/Peter Kneffel

Die Anklagebehörde werte die Tat als vorsätzliche Körperverletzung in Tatmehrheit mit versuchtem Mord, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München I mit. Unter Berücksichtigung der fehlenden Schuldfähigkeit könne voraussichtlich aber keine Anklage, sondern nur eine Antragsschrift verfasst werden.

Polizistin am Bahnhof in den Kopf geschossen

Am 13. Juni hatte der offenbar geistig verwirrte Mann einem Polizisten bei einer Rangelei am Bahnhof von Unterföhring die Pistole entrissen und der damals 26 Jahre alten Beamtin in den Kopf geschossen. Auch zwei Passanten wurden getroffen. Der Gesundheitszustand der schwer verletzten Frau sei unverändert, hieß es nun.

Weiterbehandlung in sächsischer Spezialklinik

Sie war vor etwa drei Monaten in eine Spezialklinik nach Sachsen verlegt worden. Ihr stehe noch ein langer Weg der Rehabilitation bevor, auf dem wir sie intensiv begleiten werden, hatten die Eltern und der Lebensgefährte der Frau in einem Brief geschrieben, den die Münchner Polizei veröffentlichte.


21