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Eigener Christkindl-Stand im Mittertor Rosenheimer Schülerinnen engagieren sich für Sternstunden

Schülerinnen der städtischen Mädchenrealschule Rosenheim sammeln auch dieses Jahr wieder Geld für die BR-Benefizaktion Sternstunden. Ab sofort bieten sie auf dem Christkindlmarkt am eigenen Stand im Mittertor Selbstgebasteltes.

Von: Martin Binder

Stand: 01.12.2017

Gut platziert und geschützt im Torbogen des historischen Mittertors präsentieren Eltern und Schülerinnen an ihrem Stand selbst hergestellte Weihnachtsgeschenke. Es gibt Kerzen und Lebkuchen, Kripperl und Adventskränze, Mützen und Socken, Sterne, Schlüsselanhänger und vieles mehr, was gut zur vorweihnachtlichen Zeit passt.

2016 wurden 7.000 Euro erlöst

Der komplette Erlös aus dem Verkauf dieser Waren geht wie jedes Jahr an die Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks. Im vergangenen Jahr waren gut 7.000 Euro zusammengekommen. Rosenheims zweiter Bürgermeister Anton Heindl eröffnete den Stand zusammen mit Schulleiterin Magdalena Ramm. Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung von der Bläsergruppe der Realschule unter Leitung von Georg Hermansdorfer.

Eltern und Freunde spenden Selbstgebasteltes

Im Rahmen eines Projektes hatten Schülerinnen zusammen mit Lehrerin Elisabeth Linke bereits im September mit den Vorbereitungen für den Sternstunden-Stand begonnen und viele Waren selbst hergestellt. Unterstützt werden sie dabei von Eltern und Freunden der Schule, die es als Ehrensache ansehen, Sachen für den Stand zu spenden.

Der Sternstundenstand in Rosenheim am Rande des Christkindlmarktes ist bis zum 19. Dezember jeden Tag von 13:15 bis 17:00 Uhr geöffnet. Viele Schülerinnen stellen sich dabei nach der Schule als Verkäuferinnen ehrenamtlich zur Verfügung, unterstützt werden sie dabei von Eltern, Lehrern und Freunden.

Rückblick

Begründet wurde die Aktion vor gut zehn Jahren von der mittlerweile 84 Jahre alten Rosenheimerin Anna Schuster. Sie hatte zunächst nur auf einem kleinen Tisch Kerzen, Sterne und Adventskränze für die Aktion Sternstunden verkauft. Von Anfang unterstützt hatte ihre Aktion der Hausherr im Mittertor, der Leiter des dort untergebrachten Städtischen Museums Walter Leicht. Er stellt jedes Jahr den Platz zur Verfügung. Später konnte der Tisch durch einen "richtigen" Verkaufsstand ersetzt werden, den Schreiner-Lehrlinge im Rahmen eines Projekt gebaut hatten.

Vor sechs Jahren übernahm die Städtische Mädchenrealschule Rosenheim den Stand und kümmert sich seitdem um den Verkauf der Weihnachtssachen für die Aktion Sternstunden. Laut Lehrerin Elisabeth Linke passt das gut zusammen, denn die Schule ist als UNESCO-Projektschule anerkannt und hat sich die Unterstützung von Kindern in aller Welt auf die Fahnen geschrieben.


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Realistin1, Freitag, 15.Dezember, 15:12 Uhr

1. Spendensammeln wird zum Dauerabo in Deutschland

Für mich ist Helfeneine ganz normale Sache, aber wir sollten nicht nur durch Spenden soziale Einrichtungen, Armut bekämpfen oder aufrecht erhalten. Armut muss abgeschafft werden und nicht aufrecht erhalten bleiben, und zwar erstmal durch staatliche Hilfe, den Armut entsteht durch geringes Einkommen / Hartz4, was zur Folge hat dass die Kinder am gesellschaftlichen Leben nicht teilnehmen können und im Alter die Rente nicht ausreicht.
Nicht die Bürger müssen die Armut beseitigen, sondern der Staat muss die Armut im Land beseitigen. Das heißt gut bezahlte Arbeitsplätze für alle, bezahlbaren Wohnraum usw.. Im Jahr 2016 wurde bei uns 5,3 Milliarden an Spenden gesammelt, davon gingen 3/4 an die humanitäre Hilfe, der Rest für andere Projekte.
Je mehr gespendet wird desto mehr nimmt sich der Staat aus seiner Verantwortung heraus. Eine Spende sollte immer etwas einmaliges, besonderes bleiben und kein Dauerabo werden.