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Konferenz in Dachau Homosexuelle Katholiken wollen Verein gründen

Unter dem Begriff "Regenbogenkatholiken" formieren sich Angehörige sexueller Minderheiten zu einer weltweiten Allianz. Bei einer Konferenz in Dachau beschlossen knapp 100 Teilnehmer aus 35 Ländern nun die Statuten für einen Verein.

Stand: 02.12.2017

Die Forderung der Regenbogenkatholiken: Die katholische Kirche soll schwule, lesbische und transsexuelle Christen akzeptieren und sich dafür einsetzen, dass sie nicht mehr diskriminiert oder – wie noch in vielen Ländern – kriminalisiert werden. | Bild: BR/Antje Dechert

Das "Global Network of Rainbow Catholics" (GNRC) entstand am Rande der Familiensynode 2015 in Rom und ist nach eigenen Angaben auf allen Kontinenten vertreten. Das Netzwerk setzt sich nach eigener Darstellung ein für Seelsorge, Integration und Gleichberechtigung von lesbischen, schwulen, trans- und intersexuellen Menschen in Kirche und Gesellschaft.

Appell an den Papst

Die Regenbogenkatholiken wollen unter anderem Papst Franziskus zu einer Stellungnahme "gegen die Kriminalisierung homosexuell lebender Menschen" bewegen. Denn in vielen Ländern werden Homosexuelle auch von der katholischen Kirche diskriminiert. Selbst in Deutschland haben Gemeinden oft ein Problem mit gläubigen Katholiken, die sich offen zu ihrer Homosexualität bekennen.

Katholisch und homosexuell sein

Das "Global Network of Rainbow Catholics" tagt zur Zeit in Dachau. Das Netzwerk fordert, die katholische Kirche solle schwule, lesbische und transsexuelle Christen akzeptieren


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