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Mutmaßlicher Brandstifter bestreitet Tat Prozess um Wohnhaus-Brand mit drei Toten in München

Die Tragödie hatte großes Aufsehen erregt: Im November 2016 starb eine dreiköpfige Familie in einem brennenden Haus nahe dem Münchner Hauptbahnhof. Jetzt steht der mutmaßliche Brandstifter vor Gericht.

Von: Birgit Grundner

Stand: 07.03.2018

Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens transportieren am 02.11.2016 in München (Bayern) an einem Einsatzort eine Leiche, die in einem Sack verpackt ist. Bei einem Brand in der Dachauer Straße sind drei Menschen ums Leben gekommen, zehn weitere wurden verletzt. | Bild: picture-alliance/dpa/Tobias Hase

Ab heute steht nun einer ihrer Nachbarn wegen schwerer Brandstiftung, Mordes und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht. Der 43-Jährige soll aus Ärger über seine Nachbarn und über den schlechten Zustand des Hauses eine Matratze im Treppenhaus angezündet haben – mitten in der Nacht und obwohl er laut Staatsanwaltschaft wusste, dass fast 40 Menschen im Haus waren. Die Matratze ging schnell in Flammen auf, das Feuer griff auf die Holztreppe und das Geländer über, Ruß und Rauch drangen bis in die Zimmer im Dachgeschoss, am Ende brannte das ganze Gebäude, in dem vor allem Rumänen und Bulgaren wohnten.

Mutmaßlicher Brandstifter streitet Tat ab

Im fünften Stock starben ein 37jähriger Familienvater und seine beiden Töchter. Die Mädchen waren neun und 16 Jahre alt, ihre Mutter besuchte zu der Zeit gerade Verwandte in Bulgarien. Elf Menschen wurden bei dem Feuer verletzt. Der mutmaßliche Brandstifter bestreitet die Tat – es wird wohl ein Indizienprozess werden. 15 Tage sind dafür angesetzt, das Urteil soll es Ende Mai geben.


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