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Marienhof München, Hauptbahnhof, Haidhausen Probebohrungen zum Start der 2. Münchner Stammstrecke starten

Mit den Probebohrungen will die Bahn möglichst viel über den Münchner Gesteins-Untergrund erfahren. Sie reichen bis in eine Tiefe von 80 Metern hinunter. Kostenpunkt: bis zu fünf Millionen Euro.

Von: Anton Rauch

Stand: 06.03.2018

Baustelle am Münchner Marienhof - hier weden Probebohrungen für 2.Stammstrecke gemacht | Bild: BR/Anton Rauch

Mit den Probebohrungen will die Bahn vertiefte Erkenntnisse über die Gesteinsverhältnisse gewinnen. Brunnen gehen bis in 60 Meter Tiefe hinunter. Unter der Kiesschicht wechseln sich im Baufeld wasserführende Sandschichten und undurchlässige Schluffe oder Tone mehrfach ab. Die Bahn will wissen, welche Druckverhältnisse in den verschieden Grundwasserschichten herrschen.

Die richtigen Maschinen

Damit kann besser über Maschinen und Material entschieden werden, wenn die Baugrube geschaffen wird, außerdem dienen die Brunnen später zur Entwässerung der Baustelle. Dass die 2. Stammstrecke für die Münchner S-Bahn gebaut werden könne, sei sicher, so die Bahn.

Optimierung der Baugruben

Unmiittelbar vor Baubeginn gehe es nur noch um die Optimierung der Baugruben für Stammstrecke und die Tiefbahnhöfe. Durch den Bau der 2. Stammstrecke für die S-Bahn-München darf sich laut Planfeststellungsbeschluss das Grundwasser nicht um mehr als 30 Zentimeter heben.

"Je tiefer wir gehen, unter desto höherem Druck steht das Grundwasser - und wir versuchen diese Spannung zu reduzieren."

Franz –Xaver Trauner, der Leiter Geotechnik der Deutschen Bahn.

Die Probebohrungen werden mehre Monate dauern, außerdem führen die Stammstreckenbauer Bohrungen am Hauptbahnhof und in Haidhausen durch, dort werden Grundwassermesstellen zur Beweissicherung eingerichtet.

Archäologen graben mit

Begleitet werden die Bohrmaßnahmen von Archäologen. Der Verkehr um die Baustelle am Marienhof wird nicht beeinträchtigt, bzw. soll möglichst wenig beeinträchtigt werden. An den anderen Schauplätzen Haidhausen und Hauptbahnhof steht die Beweissicherung fürs Grundwasser im Vordergrund. Überall geht es um verfeinerte Erkundung des Untergrunds für den Bau der zweiten Stammstrecke. Die Bahnhöfe sollen in 40 Metern Tiefe liegen. Laut Trauner kosten die Probebohrungen zwischen vier und fünf Millionen Euro.


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