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Nebeneffekt der Sanierung Neue Kehlsteinwege sind gefundenes Fressen für Haselhühner

Wanderer, gehst du auf den Kehlstein im Berchtesgadener Land, wundere dich nicht, wenn neben dir ein scheues Haselhuhn läuft. Die Steinchen auf den gerade erst hergerichteten Wegen sind ein gefundenes Fressen für die Vögel.

Von: Martin Binder

Stand: 12.07.2018

Haselhahn läuft oberhalb der Ligeretalm am Fuße des Kehlsteins über einen sanierten Weg. | Bild: Bayerische Staatsforsten

Die Sanierung der Forst- und Wanderwege am Kehlstein hat einen unerwarteten Nebeneffekt. Wie die Bayerischen Staatsforsten mitteilen, ziehen die Wege vermehrt Haselhühner an. Denn im Randbereich liegen jetzt viele kleinere Steine. Diese werden von den Hühnern bevorzugt als Magensteine geschluckt, um die Verdauung fester Nahrung im Magen zu verbessern.

"Wir können davon ausgehen, dass sich dieser positive Effekt auch auf andere Raufußhühner wie zum Beispiel das Auerwild auswirkt", sagt Korbinian Häuslschmid von den Staatsforsten.

Haselhühner Beleg für Notwendigkeit der Sanierung

Die Wege waren vor der Sanierung mit giftigem Teer bedeckt. Dieser wurde entfernt und durch natürliches Gesteinsmaterial ersetzt. Dass jetzt auch die scheuen Haselhühner zu den sanierten Wegen kommen, sieht Forstbetriebsleiter Daniel Müller als weitere Bestätigung, dass die Sanierung richtig und notwendig war.

Kehlsteinwege wieder frei für Wanderer

Auf den neuen Wegen am Kehlstein wurden in den vergangenen Tagen letzte Restarbeiten durchgeführt, Sperrschilder abgehängt und die alten Wegweiser wieder aufgestellt. Einem Besuch von Mensch und Huhn steht also nichts mehr im Wege.


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