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Zetsche, Heeschen & Co Mit "goldenen Nasen" deutsche Rüstungsmanager anprangern

Mit sieben goldenen überdimensionalen Nasen haben Friedensaktivisten auf dem Münchner Marienplatz gegen die deutschen Profiteure von Waffengeschäften protestiert. Die Aktion richtete sich auch gegen die Münchner Sicherheitskonferenz Mitte Februar.

Von: Simon Plentinger

Stand: 02.02.2018

Mit riesigen Nasenskulpturen demonstrieren am 2. Februar Rüstungsgegner auf dem Münchner Marienplatz gegen die Profiteure von Waffengeschäften. | Bild: BR/Simon Plentinger

Die goldenen Riesennasen sind den tatsächlichen Nasen von führenden Managern deutscher Rüstungsunternehmen nachempfunden. Mit dabei sind zum Beispiel Andreas Heeschen, Hauptgesellschafter von Heckler und Koch, oder der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG, Dieter Zetsche.

Aktion soll auch an die Opfer in Kriegsgebieten erinnern

Sie verdienen sich laut Mitorganisator Thomas Rödl von der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK Bayern) etwa mit dem Export von Kleinwaffen oder Militärfahrzeugen sprichwörtlich eine "goldene Nase". Neben den Profiteuren wolle man aber auch die Opfer in Kriegsgebieten einen Namen geben.

Münchner reagieren überwiegend positiv

Veranstaltet wurde der Protest im Rahmen der bundesweiten Kampagne "Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel". Die Passanten auf dem Marienplatz reagierten überwiegend positiv auf die Protestaktion der Friedensaktivisten.

Demo gegen Münchner Sicherheitskonferenz

Da einige der benannten Rüstungskonzerne Sponsoren und Teilnehmer der Münchner Sicherheitskonferenz sind, rufen die Rüstungsgegner auch zu einer Demonstration am 17. Februar gegen die Konferenz auf.


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Manfred, Samstag, 03.Februar, 07:33 Uhr

3. Friede mit MIR ist auch Frieden für Andere

Wenn Wir es Ihnen nicht liefern dann machen das andere und die warten nur darauf . Also liefern Wir und haben Einblick in die Materie . Der Mensch ist nunmal ein kriegerisches Wesen und man schaue sich nur einmal an mit WAS sich die Gerichte zum Thema Nachbarschaftsstreit beschäftigen müssen .
Was die Leute sagen und Was die Leute denken verhält sich konträr zueinander . Es halten sich ja auch 90% der Autofahrer für sehr gute Autofahrer .
Deswegen können Sie verbale Umfragen in die Tonne treten .

Klaus Stampfer, Freitag, 02.Februar, 22:23 Uhr

2. Goldene Nasen

Dass sich die Manager der Rüstungsindustrie mit den Waffenexporten goldene Nasen verdienen ist mit der Ausstellung auf dem Marienplatz künstlerisch plausibel dargestellt worden. Ich war beeindruckt von den Aktion und habe viele Passantinnen und Passanten mit zustimmenden Kommentaren gehört. Mit den exportierten Waffen werden Kriege geführt und Menschen getötet. Dies darf nicht vergessen werden. Rüstungsexporte sind unverantwortlich.

mona b., Freitag, 02.Februar, 20:29 Uhr

1.

Eine schöne Idee. Vielleicht sollte man an dieser Stelle auch an die großzügigen "Spenden" der Südwestmetall an die GRÜNEN, unsere Friedensfürsten, erinnern, die natürlich damit keine Probleme hatten. Zur Südwestmetall gehören z.B. die Rüstungsfirmen Heckler & Koch, Diehl sowie MTU.