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Personen im Gleis am Ostbahnhof Flüchtlinge legen Bahnverkehr in München lahm

Gestern Nachmittag hat die Bundespolizei am Rangierbahnhof Ost 17 Flüchtlinge aufgegriffen. Zum wiederholten Mal musste für die Suche der Zugverkehr eingestellt werden. Es kam deshalb zu erheblichen Verspätungen im Zugverkehr am Ostbahnhof.

Von: Martin Breitkopf

Stand: 03.12.2017

Auf der Suche nach Flüchtlingen kontrolliert ein Bundespolizist in Raubling einen Güterzug mit einer Taschenlampe. | Bild: BR/Simon Emmerich

Mehrere Streifen der Bundespolizei, unterstützt von einem Helikopter der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschließheim sowie einem Diensthundeführer, konnten im Gleisbereich zum Leuchtenbergring insgesamt 17 afrikanische Flüchtlinge aufgreifen. Keiner von ihnen konnte aufenthaltslegitimierende Dokumente vorlegen.

Suche im Gleisbereich

Die zwölf Männer und fünf Frauen stammten nach eigenen Aussagen aus Nigeria, Sierra Leone, Marokko und Kamerun. Alle 17 waren mit einem Güterzug aus Verona unerlaubt ins Bundesgebiet eingereist und äußerten ein Schutzersuchen. Für die Suche im Gleisbereich musste der Zugverkehr rund eine Stunde teilweise gesperrt.

Eine Stunde Sperrung - lange Verspätungen

Es kam zu Verspätungen im Nah-, Fern und S-Bahnverkehr im Bereich des Ostbahnhofes. In den letzten Wochen wurden von der Bahnpolizei immer wieder Flüchtlinge gestellt, die versucht hatten mit Güterzügen einzureisen, immer wieder kam es deshalb auch zu Zugausfällen oder Verspätungen.


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