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Entlastung vor allem für mittlere Einkommen München will Kita-Gebühren senken

München ist teuer und deswegen plant Oberbürgermeister Dieter Reiter Familien und Alleinerziehende bei den Kitas spürbar zu entlasten: Nach Einkommen gestaffelt, dürften die Eltern von rund 60.000 Kindern künftig deutlich weniger bis gar nichts mehr zahlen.

Von: Christoph Müller

Stand: 18.04.2018

Kita-Kinder spielen | Bild: picture-alliance/dpa

Reiters Modell sieht vor, dass Familien mit einem Brutto-Jahreseinkommen von bis zu 40.000 Euro in Zukunft vollständig von Gebühren befreit werden. Wer mehr verdient, soll anteilig entlastet werden. Nach Angaben der Stadt würden die Eltern von mehr 60.000 Kindern im Alter bis 10 Jahren damit entweder gar nichts mehr zahlen oder deutlich weniger als bisher.

Auch Krippen werden günstiger

Reiter beziffert die Kosten der Neuregelung auf rund 50 Millionen Euro pro Jahr. Zu dem Konzept zählt auch, dass in Zukunft die Gebühren für Krippen und Kindergärten einheitlich sein sollen. Krippen sind bislang meist deutlich teurer. Sie sollen ausgebaut werden. Die neue Gebührenreglung soll für alle städtischen Kitas und die Einrichtungen freier Träger gelten, die städtische Förderungen erhalten.

Münchner CSU will Kita-Gebühren komplett abschaffen

Unmittelbar  nach der Sommerpause will die Stadt München die Spielräume für die geplante Senkung der Kita-Gebühren ausloten. Ab dem Kita-Jahr 2019/20 soll die Neuregelung gelten. Die CSU kritisiert Reiters Vorstoß als nicht weitgehend genug. In einer Stellungnahme fordert Bürgermeister Josef Schmid die gebührenfreie Kita für alle Kinder. Dies wollte ursprünglich auch die SPD-Stadtratsfraktion.


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Mami, Mittwoch, 18.April, 21:43 Uhr

4. mehr Geld für die Erzieherinnen

Ich bin Mutter, aber gegen eine Abschaffung der Kiga Gebühren. Für 7 Std. Betreuung bezahle ich 125 EUR. Dadurch kann ich aber arbeiten und verdiene somit auch das Geld. Wer sich keine 125 EUR leisten kann, bekommt sowieso einen Zuschuss, oder Kostenfreiheit. Das Geld solle viel lieber in mehr Gehalt für die Erzieherinnen investiert werden. Im Alter von 3 - 6 Jahren lernen Kinder unglaublich viel, wenn sie richtig gefördert werden. In unserem Kiga haben die Erzieherinnen nur leider zu wenig Zeit dazu. Die Erzieherinnen müssen sich um Geschirr und Bad saubermachen kümmern, weil die 450 EUR Hilfe aus Kostengründen abgeschafft wurde. Die Zeit fehlt bei den Kindern. Außerdem sind es zu wenig Erzieherinnen, weil sie für das Gehalt keine bekommen. Männliche Erzieher gibt es so gut wie nicht, obwohl m/w Erziehungspersonal den Kindern sehr gut tun würde. Ich zahle die 125 EUR gerne. Ich wünsche mir, dass die Erzieherinnen für 5 Jahre Ausbildung angemessen bezahlt werden.

websaurier, Mittwoch, 18.April, 14:10 Uhr

3. Das Bild zum Artikel...

...ist sehr aussagekräftig...

Siehe auch Kommentar von Realist...

Realist, Mittwoch, 18.April, 08:19 Uhr

2. "Wer hat seine Kinder gerne im Multikulti"

Frage einer Deutschtürkin am Elterntag. So wie sich die Situation demographisch entwickelt, ist diese Frage nur zu berechtigt, denn nur ein Teil der Migrantenkinder spricht zu Hause deutsch. Die Mittelschicht macht einen weiten Bogen.

Handwerker, Dienstag, 17.April, 18:52 Uhr

1. Münchner CSU will Kita- Gebühren komplett abschaffen.

Daran kann man erkennen, dass heuer noch Wahlen anstehen super.