Staatsanwalt entdeckt Monika S. Holocaust-Leugnerin aus Kanada in Münchner Gerichtssaal festgenommen

In München ist eine Holocaust-Leugnerin festgenommen worden – während eines Prozesses gegen eine mutmaßliche Holocaust-Leugnerin. Wie die Staatsanwaltschaft München II dem BR bestätigte, handelt es sich bei der Frau um die Kanadierin Monika S.

Von: Lena Deutsch

Stand: 05.01.2018

Selektion der Gefangenen an der Rampe des Bahnhofs im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau (Aufnahme aus dem Jahr 1944) | Bild: picture-alliance/dpa/Glasshouse Images

Monika S. besuchte den Prozess der wegen Holocaustleugnung angeklagten Anwältin Sylvia S. Im Gerichtssaal des Landgerichts München II erkannte der Staatsanwalt die Kanadierin unter den Zuschauern.

Gegen Monika S. läuft schon Verfahren wegen Volksverhetzung

Während einer Sitzungsunterbrechung wurden ihre Personalien vor dem Gerichtssaal überprüft, anschließend nahmen Polizeibeamte sie fest. Die Holocaustleugnerin sitzt mittlerweile in Haft. Gegen sie wird nun weiter ermittelt. Laut Staatsanwaltschaft München II lief gegen die Frau bereits vor ihrer Festnahme ein Verfahren wegen Volksverhetzung.

Festgenommene arbeitet in Alberta als Musiklehrerin

Monika S. postet auf Youtube Videos, in denen sie den Holocaust leugnet. Sie bezeichnet ihn auf Englisch als "most persistent lie in all of history", also "als hartnäckigste Lüge der Geschichte".

Das kanadische Portal "canoe.com" hatte zuerst über die Verhaftung berichtet. Demnach arbeitet Monika S. in Alberta als Musiklehrerin. Die Eltern der Kanadierin stammen aus Deutschland.

Jüdische Organisation lobt deutsche Behörden

Die jüdische Organisation B’nai Brith Canada begrüßt dem Portal zufolge die Festnahme der Frau und lobte die deutschen Behörden: "German officials should be commended for taking action against Holocaust denial."

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Faust, Mittwoch, 10.Januar, 10:33 Uhr

9.

Die wenigen, die was davon erkannt,
Die töricht gnug ihr volles Herz nicht wahrten,
Dem Pöbel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten
Hat man von je gekreuzigt und verbrannt.

Wolfgang Höwener, Sonntag, 07.Januar, 15:43 Uhr

8. Festnahmer einer Kanadischen Holocaustleugnerin.

Endlich mal ein Staatsanwalt der nicht die "Augen schließt" sondern seine Pflicht tut. Ich hoffe, das er dafür sorgt das sie hart bestraft wird.

Steiner, Samstag, 06.Januar, 16:57 Uhr

7. Völlig korrekt, diese notorische Leugnerin zu verhaften!

Wer wider besseres Wissen infame Lügen verbreitet und die Menschen mit Falschbehauptungen aufhetzen will, hat in der Demokratie keinen Platz - nur im Gefängnis! Auch weitere pathologienn Fake- und Hass-Nachrichten-Verbreiter wie diese Storch oder gar ein Dresdner Staatsanwalt, die beide wollüstig unsere Steuergelder abkassieren, dürfen nicht von einer Anzeige verschont bleiben - und das ist auch passiert. Mehr als 100 mal - und sehr, sehr gut!

Arrow, Freitag, 05.Januar, 22:23 Uhr

6. Aufmerksamer Staatsanwalt

Sehr gut!

Willi w, Freitag, 05.Januar, 21:00 Uhr

5. Frage zur Zuständigkeit

Der Bericht ist da eher dürftig.
Warum ermitteln deutsche Behörden?
Wenn jemand in Kanada den Holocaust leugnet sollte doch Kanada zuständig sein, oder?
Mal abgesehen davon dass diese Aussage in manchen Ländern von der Meinungsfreiheit gedeckt ist oder in arabischen Ländern sogar Staatsräson ist.
Da würde mich die ganze Geschichte interessieren.
Bitte bringen sie dazu einen detaillierten Bericht.
Vielen Dank

  • Antwort von Justice, Freitag, 05.Januar, 22:30 Uhr

    Suchen sie nach § 3 - 7 StGB im Allgemeinen Teil des Strafrechtes (z.B. dejure). Die Zuständigkeiten können sehr unterschiedlich sein. In den genannten Gesetzen erfahren sie sehr genau für wen, wann und wo das deutsche Strafrecht gilt.