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Mitarbeiterin im Jugendamt bedroht Wird Geiselnehmer von Pfaffenhofen angeklagt?

Einen Monat nach der dramatischen Geiselnahme im Pfaffenhofener Jugendamt ist noch immer unklar, ob in dem Fall jemals Anklage erhoben wird.

Von: Birgit Grundner

Stand: 07.12.2017

Geiselnahme im Landratsamt Pfaffenhofen | Bild: BR/Susanne Pfaller

Der Geiselnehmer, der Anfang November eine Mitarbeiterin des Jugendamts in Pfaffenhofen in seine Gewalt gebracht hatte, befindet sich nach wie vor in einem Bezirkskrankenhaus. Ein Gutachter soll dort klären, ob der 28-Jährige schuldfähig war, als er die Sachbearbeiterin mit einem Messer bedroht hatte. Vom Ergebnis hängt ab, ob der Mann längerfristig in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht wird.

Geiselnehmer verletzt Sachbearbeiterin bei Fluchtversuch

Ob Anklage erhoben wird, ist unklar. Noch laufen die polizeilichen Ermittlungen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem Bayerischen Rundfunk. Nähere Einzelheiten werden derzeit nicht genannt.

Die 31-jährige Sachbearbeiterin, die stundenlang in der Gewalt des Geiselnehmers war, ist noch nicht wieder im Dienst. Sie war bei einem Fluchtversuch am Hals und an der Hand verletzt worden, musste nach ihrer Befreiung aber auch psychologisch betreut werden. Auch wenn ein so dramatischer Vorfall die Ausnahme ist:

"Es fällt auf, dass einzelne Amtsbesuche egoistischer, fordernder, respektloser und zum Teil auch aggressiver werden."

Martin Wolf, Pfaffenhofener Landrat

Wörtlich sagte Wolf weiter: "Wir müssen uns wohl darauf einstellen."
Der 28-Jährige wurde von Spezialeinheiten der Polizei mit einer Elektroschockpistole überwältigt. Das Motiv der Geiselnahme war ein Sorgerechtsstreit des Mannes um sein Kind. Der mutmaßliche Täter wollte damit erzwingen, dass seine eineinhalbjährige Tochter aus der Obhut einer Pflegefamilie zurück zur Mutter kommt.

Herrmann will Sicherheitskonzepte prüfen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte noch am Tag der Geiselnahme angekündigt, die Sicherheitskonzepte für Behörden erneut auf den Prüfstand stellen. Dennoch sollten die Verwaltungen bürgernah bleiben, so Herrmann.


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Sachsendreier, Donnerstag, 07.Dezember, 22:29 Uhr

3. Irgendwie kommt mir daran was sehr bekannt vor!

Also mal wieder Verallgemeinerungen. Wie üblich. Erinnert mich sofort an DDR-Zeiten. Da war das gleiche Schema im Elternabend üblich, wo die Lehrerin nicht "Ross und Reiter" nennen wollte, wenn mal wieder der Sohni vom Parteisekretär und sein Kumpel, der Sohn vom ABV, während der Schulstunden gestört und dazu noch mit fehlender Leistungsbereitschaft bei ihr Sorgenfalten verursacht hatten. Da war diese "Verfloskelierung" üblich, die wir jetzt wieder bei den Medien und Meinungsäußerungen der Prominenz erdulden müssen. Wer hätte das damals geahnt, als man so froh war, Meinungsfreiheit und demokratische Verhältnisse greifbar vor sich zu sehen... Schöne Restwoche noch.

Michael D., Donnerstag, 07.Dezember, 22:22 Uhr

2. Tja, wieso und warum - der Frust geht weiter...

Das ist sicherlich ein Grund dafür, dass Sie bei dem Beitrag zu den (angeblich vielen) bösen Belästigungen von Flüchtlingshelfern und anderen Gutmenschen keinen Blog geschaltet haben. Weil es da eben Kritiken gegeben hätte hinsichtlich der fehlenden Empathie von vielen Bürgern für ihre Mitmenschen. Die lieber wildfremden Leuten helfen und die unterstützen. Obwohl man ja mehr und mehr erfährt und selbst erleben muss, wie groß die Anzahl unter den Neubürgern ist, die keinerlei Dankbarkeit zeigen. Tja, wie wohl auch dieser Täter zu der gewissen Spezies gehört, die scheinbar ein Recht darauf haben, psychische Gründe vorzuschieben, wo man anderen keine Strafmilderung zubilligt. Doppelmoral - Ausländerbonus nach grün-linker Meinungsvorschrift. Schlimm.

PeterZä, Donnerstag, 07.Dezember, 12:37 Uhr

1. Meine Prognose: Psychose

Natürlich wird er nur eingeschränkt, oder gar nicht schuldfähig sein.
Warum?
Wegen seinem Hintergrund.
Jeder andere /Einheimische wäre nach so einer Aktion in normaler Untersuchungshaft gelandet.
Aber Kulturelle Hintergründe , traditionelles Familienbild etc erzeugen natürlich eine Zwangslage.