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Kleinhesseloher See Englischer Garten: Familie ins Eis eingebrochen - und gerettet

Am Sonntag ist eine vierköpfige Familie im Kleinhesseloher See ins Eis eingebrochen. Die Mutter und die beiden Kinder konnten sich selber herauskämpfen. Dem Vater halfen Spaziergänger - auch die Feuerwehr war schnell zur Stelle. Von Lena Deutsch

Von: Lena Deutsch

Stand: 05.03.2018

Rettungsaktion am Kleinhesseloher See | Bild: Branddirektion München

Eisalarm und Eisrettung am späten Sonntagnachmittag am Kleinhesseloher See im Englischen Garten in München: Gegen 16 Uhr war ein Paar mit zwei Kindern ins Eis eingebrochen. Sie blieben unverletzt. Die Familie spazierte zwischen den beiden Inseln, als das Eis nachgab. Die Mutter und die beiden Kinder hievten sich aus eigener Kraft aus dem Wasser wieder zurück aufs Eis und retteten sich dann auf die westlich gelegene Kurfürsten Insel.

Zur Rettung wird Sanitäter aus Hubschrauber abgeeseilt

Dem Vater halfen drei Passanten aus dem Wasser auf die Königsinsel. Von dort überquerten sie den See zum Ostufer und wurden dann von Rettungssanitätern empfangen. Um die Mutter und die Kinder bis zum Eintreffen der restlichen Rettungskräfte zu versorgen, wurde ein Notfallsanitäter vom Rettungshubschrauber auf die Insel abgeseilt. Dort betreute er sie, bis ein Rettungstaucher mit einem Eisrettungsschlitten den See überquert hatte. Er brachte zuerst die beiden Kinder und dann die Mutter sowie den Sanitäter zurück ans Ufer. Nachdem alle vom Rettungsdienst untersucht und aufgewärmt wurden, konnten sie nach Hause.

Betretungsverbote für oberbayerische Seen

Es taut weiter und für mehrere oberbayerische Seen gibt es inzwischen ein Betretungsverbot. So für den Wörthsee und den Pilsensee


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Marie, Montag, 05.März, 17:44 Uhr

9. Googeln ist wie denken nur krasser

Denken ist bei manchen Menschen eben Glückssache.

  • Antwort von Beo, Dienstag, 06.März, 10:02 Uhr

    ...und wir fragen uns, was haben sie sich beim Verfassen des Kommentares gedacht?

Matthias, Montag, 05.März, 11:46 Uhr

8. Risiko bei 0,6m Wassertiefe

Wenn ein See eine maximale Tiefe von 0,6 m hat (ich hab's nicht selbst nachgeprüft, aber laut Wikipedia) könnte man eigentlich sagen, ein Ortskundiger, der den See kennt und bei fragwürdigem Eis trotzdem draufgeht, geht bewußt das Risiko von nassen Füßen und einer gescheiten Erkältung ein, mehr ist das in dem Fall nicht. Über das Betretungsverbot könnte man bei dem See diskutieren. Am ehesten, um keine Löcher im Eis zu haben für eine schöne Eisfläche MIT Freigabe fürs Eisstockschießen etc. wenn das Eis amtlich dick genug ist.
Nicht vergleichbar mit Seen, die genug Tiefe haben, um ganz reinzufallen ohne Boden unter den Füßen und dann unters Eis zu geraten.
Das Problem ist hier natürlich, daß eine völlige Freigabe von solchen knietiefen "Pfützen" auf nicht ortskundige Menschen einen Vorbildcharakter haben kann, daß sie's beim nächsten See, der tief genug ist, auch aufs Eis gehen und dann eben nicht mit nassen Füßen davonkommen.

Rudolf, Montag, 05.März, 10:04 Uhr

7. Wir in Bayern

Wenn ich mich richtig erinnere war vor Tagen der Münchner Feuerwehrhäuptling in der Sendung Wir in Bayer. Ich glaube da wies er expliziet darauf hin dass an dem besagten See trotz Eis Betretungsverbot besteht. Warntafeln seien aufgestellt.. Alkso liebe Eltern nicht n ur App und Smartphon spielen auch Warntafeln lesen.
Bei soviel Dummheit müssen natürlich die Eltern den Rettungseinsatz bezahlen und nicht der Steuerzahler

seppi, Montag, 05.März, 09:18 Uhr

6.

Ich kann mich noch gut erinnern, als 1963 Zehntausende auf dem gefrorenen Bodensee sich tummelten, Gnade Gott, wäre damals etwas passiert!

  • Antwort von Huerz, Montag, 05.März, 09:24 Uhr

    Ja das war aber auch einer der kältesten Winter überhaupt... Ging fast 3monate so...

  • Antwort von Manfred, Montag, 05.März, 09:35 Uhr

    Das gab's vor nicht so langer Zeit auch mal wieder.
    Aber wenn der Bodensee freigegeben ist, dann passt das schon, da gehen die Verantwortlichen kein Risiko ein.
    Gestern bei +10 Grad aufs Eis zu gehen ist hingegen einfach nur dämlich.

Susi Müller, Montag, 05.März, 08:58 Uhr

5.

Gestern Mittag am Hinterbrühler See, Kinder spielen Eishockey am Rande, wo aber kein Eis ist, sondern sich Enten tummeln. Das Eis war brüchig, konnte man mit bloßem Auge sehen, die Eltern schauen ungerührt zu, keiner weist die Kinder auf die drohende Gefahr hin.
Da fragt man sich, wo bei denen der normale Menschenverstand abgeblieben ist, eine Generation die ohne Apps lebensunfähig ist

  • Antwort von Matthias, Montag, 05.März, 11:50 Uhr

    Ich habe über die maximale Tiefe nichts gefunden. Wenn der wie der Kleinhesseloher See nur eine "Pfütze" mit maximal 0,6 m Tiefe wäre, fände ich die reale Gefahr überschaubar. Nasse Füße und gescheite Erkältung. Gefährlich ist v.a., wenn man bei genügender Tiefe evtl. keinen Boden unter den Füßen hat und schlimmstenfalls unterm Eis verschwindet.

  • Antwort von Renate E., Montag, 05.März, 12:00 Uhr

    "Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis tanzen", dieser Spruch hat wohl noch nie so einen hohen Wahrheitsgehalt gehabt, wie heutzutage...

  • Antwort von thorie, Montag, 05.März, 19:40 Uhr

    @susi
    der "normale menschenverstand" meint halt, dass man, wie in video-games , mehrere leben hat !