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Bauern schaffen Platz für Insekten 12.000 Fußballfelder für Bienen und Schmetterlinge

Mehr Raum zum Leben für Bienen und Schmetterlinge: In einer Gemeinschaftsaktion des Bayerischen Bauernverbandes und des Landesverbandes Bayerischer Imker sind Bauern ausgezeichnet worden, die um ihre Äcker Blumenstreifen wachsen lassen.

Von: Michael Bartmann

Stand: 22.12.2017

Wiesenblumen | Bild: BR/Natasha Heuse

Der Bayerische Bauernverband und der Landesverband Bayerischer Imker haben sich zusammengetan, um nützlichen Insekten mehr Lebensraum zu geben. Jetzt sind Landwirte ausgezeichnet worden, die ihre Äcker mit Blumenstreifen umrahmt haben.

Traunsteiner und Berchtesgadener Bauern prämiert

Besonders fleißig gesät haben Bauern aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land. Insgesamt 80 Kilometer Blühstreifen haben sie um ihre Felder angelegt. Auch 15 Landwirte aus Vogtareuth im Landkreis Rosenheim haben sich zusammengetan und zehn Kilometer Blühstreifen geschaffen. Das dritte ausgezeichnete Projekt kommt aus dem Landkreis Eichstätt.

Bauernverband verwehrt sich gegen Kritik

Insgesamt hätten Bayerns Bauern in diesem Jahr Blühflächen in der Größenordnung von rund 12.000 Fußballfeldern geschaffen, so der Bauernverband. Deshalb sehen sich die Landwirte beim Thema Insektensterben zu Unrecht an den Pranger gestellt. Naturschützer hatten den Bauernverband zuletzt scharf kritisiert, weil dieser sich ausdrücklich für den weiteren Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat ausgesprochen hatte.


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Escouflaire, Mittwoch, 27.Dezember, 12:36 Uhr

5. Blühstreifen

Sehr schön, dass die Bauern auch an die Insekten denken! Der Bauernverband glaubt aber doch hoffentlich nicht, dass mit 80km Blühstreifen die Insekten gerettet sind! Wenn Gift versprüht wird, und Monokulturen angebaut werden, sterben die Insekten! Dann sind die Blühstreifen hübsch anzusehen...aber sie retten keine einzige Biene! Glyphosatfreie Landwirtschaft, pestizidfreie Landwirtschaft passt einfach in unsere wunderschöne Landschaft! Die Berchtesgadener Molkerei hat das erkannt! Und ehrlich gesagt: sie vertreten damit viel besser die Interessen der Verbraucher und der Landwirte als der Bauernverband!

Mr. Ed, Samstag, 23.Dezember, 15:30 Uhr

4. Ihr armen Landwirte ( Industriebauern ) . . .

hat man euch Industriebauern bzw. Monsantobauern zu Unrecht an den Pranger gestellt !

Chiemgau - Michi, Samstag, 23.Dezember, 13:19 Uhr

3. Für was eine Auszeichnung ?

( KON - Richtig , das kann nur eine PR Aktion gewesen sein). Es ist unglaublich für was man alles ein Auszeichnung bekommen kann. Seit Jahrzehnten wird von den Industriebauern ( die Betonung liegt auf Industrie ) mit Unterstützung von Monsanto alles niedergespritzt und vernichtet was nicht in das Schema passt . Wir Verbraucher werden mit allem chemischen Dreck vergiftet und das unter den Augen der sogenannten Volksvertreter ( Glyphosat - Schmidt ) . Die Oberfläche von 12.000 Fußballfelder hat schon allein der Söder in seiner Amtszeit versiegeln lassen. Da muß noch sehr viel mehr an Fläche rückgebaut werden damit die Bestände an Wildtieren groß und klein einschließlich Insekten sich wieder erholen können. Wie mein Vorredner bereits richtig erkannt hat , handelt es sich hierbei lediglich um Augenwischerei und Schöngerede .

Gert, Freitag, 22.Dezember, 13:52 Uhr

2. Fauna/Flora

Blumen STREIFEN sind nicht effektiv. Es müssen Wiesen belassen werden und dazwischen Anbaustreifen, damit die Möglichkeit der "kurzen Wege" für Insekten und Blüten gegeben ist. Ein Beispiel: Im FFB Umland wurde mit stolzem Hinweisschild aufmerksam gemacht, eine Ausgleichsfläche ausgewiesen zu haben. Ich habe nicht ein einziges Insekt dort feststellen können. 1tens neben einer viel befahrenen Strasse, 2tens drum herum Mais. Aber man hat seine Pflicht erfüllt. Wie alles, sollte aber auch das Hand und Fuss haben. Aber solange Glyphosat verwendet wird und Monokulturen das Bild prägen ist es vergebliche Liebesmüh, sondern nur Augenwischerei und Schöngerede.

KON, Freitag, 22.Dezember, 09:39 Uhr

1. 12 000 Fußballfelder für Bienen

Angesichts des drastischen Insektenschwunds in Bayern und anderswo in Deutschland kann man die Aktion nur als PR-Aktion des Bauernverbandes verstehen.

  • Antwort von Chiemgau-Michi, Samstag, 23.Dezember, 14:10 Uhr

    Den Bauernverband kannst in der Pfeife rauchen.