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Kampfmittel im Boden Bauarbeiten für KZ-Gedenkstätte "Mühldorfer Hart" nur teilweise im Zeitplan

Einen Monat vor der Einweihung der neuen KZ-Gedenkstätte "Mühldorfer Hart" bei Waldkraiburg ist die Öffentlichkeit über den Stand der Bauarbeiten informiert worden. Diese liegen bei zwei Teilprojekten im Plan, der dritte und spektakulärste Teil verzögert sich aber erheblich.

Von: Hans Häuser

Stand: 27.03.2018

Die drei Gedenkorte mitten im Wald im Landkreis Mühldorf am Inn sollen an die Häftlinge erinnern, die dort im letzten Kriegsjahr unter unwürdigen Umständen leben und arbeiten mussten. Ein Großteil der 8.300 Häftlinge waren ungarische Juden – viele deportiert aus dem großen Konzentrationslager in Dachau; das sogenannte KZ-Außenkommando Mühldorf war eines von 169 Außenkommandos des Konzentrationslagers Dachau.

Gigantomanie und Unmenschlichkeit des NS-Regimens verdeutlichen

Die Gefangenen wurden als Zwangsarbeiter eingesetzt. Im Wald versteckt sollten sie eine riesige Bunkeranlage bauen. Dort wollten die Nationalsozialisten eine ihrer angeblichen Wunderwaffen fertigen lassen, einen Düsenjäger. Das Kriegsende stoppte dieses Projekt. Die Ausstellung soll zum einen die Gigantomanie des Dritten Reiches verdeutlichen, zum anderen dessen Unmenschlichkeit. Die Häftlinge hausten in einem Waldlager in Erdlöchern unter schlimmsten hygienischen Bedingungen. Viele starben. Ein Massengrab mit 2.200 Leichen wurde nach dem Krieg entdeckt.

Teileröffnung im April

Das Massengrab und das Waldlager sind die beiden Teile der KZ-Gedenkstätte, die Ende April feierlich eröffnet werden. Der spektakulärste Teil, die Reste der Bunkeranlage, wird frühestens in zwei Jahren dazukommen.

Auf dem Gelände befand sich nach Kriegsende ein großer Sprengplatz, auf dem Granaten, Bomben und Munition zerstört wurden. Die Reste der Kampfmittel sind möglicherweise gefährlich und umweltschädlich. Deshalb muss zunächst der Boden aufwendig saniert werden.


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Raymond, Mittwoch, 28.März, 08:22 Uhr

3. ueberhaupt noch zeitgemaess ?

man muss sich fragen , vor allem die Bundesregierung und auch die Kanzlerin , ob dies noch zeitgemaess ist ....dem Islam in Deutschland immer mehr Rechte zugestehen heist auch ....man sollte wissen das zwischen Arabern und Juden keine Freundschaft herscht . Eine Leitkultur installieren zu wollen loest das Problem nicht , eher noch jeder auch der Isam hat sich dem deutschen Gesetz unter zuordnen , oder sollte wieder gehen .

Wolfgang, Dienstag, 27.März, 10:26 Uhr

2. Literatur und Film macht auch die Geschichte bewußt.

Z.B.
"Nackt unter Wölfen"
"Der Pianist"
"Hasenjagd, vor Feighet gibt es kein Erbarmen"
"Zug des Lebens"
"Jakob der Lügner"

Wolfgang, Dienstag, 27.März, 09:54 Uhr

1. Den 3.Teil NICHT umsetzen, einer schlechten Sache kein gutes Geld nachwerfen.

Und betreff Erinnerung, in den letzen 30 Jahren fanden dort so wie es die Zeit überdauerte immerwieder würdevolle Gedenkveranstaltungen statt. Ja um die dort Gequälten zu ehren. Für Erinnerung, Ehre und Respekt den Häftlingen gegenüber braucht es nicht mehr.

Muntionsreste, gibt es irgendeine technisch gut begründete Annahme das dort für Besucher ein erhebliche Gefahr besteht, deutliche größer als an einem windlosen Tag ein Ast vom Baum fallend jemand verletzt.?

Seit 70 Jahren werden dort Brennholz, Beeren und Pilze gesucht, gab es da je Verletzte durch Munition?

  • Antwort von Leo, Dienstag, 27.März, 11:15 Uhr

    Wo Sie´s nur immer hernehmen, Wolfgang!
    Detailliert ortskundig in allen Teilen der Erde, um sofort Ihre elaborierten Einsparpläne kundtun zu können.