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"Enttäuschender Bericht" Nürnberger Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft soll auf den Prüfstand

Das Nürnberger Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft soll Unternehmer der Branche in den bayerischen Regionen beraten. Fünf Millionen Euro hat das in fünf Jahren gekostet. Die Opposition im Landtag nennt das Ergebnis enttäuschend.

Von: Peter Kveton

Stand: 21.02.2018

Das Maximilianeum in München mit 3 Fahnen | Bild: BR/Otto Gustav Hoffmann

Der Tätigkeitsbericht des Bayerischen Zentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft ist im Wissenschaftsausschuss des Landtages von der Opposition ungewöhnlich scharf kritisiert worden. Der Ausschussvorsitzende, Michael Piazolo von den Freien Wählern, sprach von einem "enttäuschenden Bericht". SPD-Wissenschaftsexpertin Isabell Zacharias sagte, sie sei erschüttert über die Lieblosigkeit und Oberflächlichkeit, mit der dieser Bericht verfasst worden sei.

Ähnlich äußerte sich Grünen-Vertreterin Verena Osgyan. Sie sei von dem Bericht sehr enttäuscht. Dieser sei äußerst dünn und rein quantitativ, wie viele Beratungen es in welchem Zeitraum gegeben habe. Es bleibe völlig unklar, was die Beratung durch das Zentrum den betreffenden Künstlern bringe.

Weiterer Bericht gefordert

Osgyan forderte deshalb das Zentrum auf, zeitnah einen weiteren Bericht vorzulegen, der sich insbesondere auch mit der Lage der Künstler im ländlichen Raum befasst. Alle Fraktionen sprachen sich für eine Fortführung des Zentrums aus, dessen Finanzierung nur bis 2019 gesichert ist.

Allerdings soll die bisherige Arbeit auf den Prüfstand. Mehrere Vertreter forderten, dass das Zentrum eigene Ansprechpartner für Künstler und Kreative in jedem Regierungsbezirk stellt.

Hilfe für Künstler im ländlichen Raum

Das Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft soll insbesondere Künstlern im ländlichen Raum beratend zur Seite stehen, ihnen helfen, Netzwerke aufzubauen und bei regionalen Partnern Fuß zu fassen. Das Zentrum mit Standort Nürnberg beschäftigt rund 130 Mitarbeiter und ist bayernweit tätig.


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