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Bilanz des Gipfeltreffens Nordkoreas Staatsmedien feiern "historischen Gipfel" mit Trump und Kim Jong Un

Die nordkoreanische Staatsagentur KCNA berichtete mit einem Tag Verspätung über die Ereignisse in Singapur und sprach von einem "historischen Gipfel" mit Trump und Kim Jong Un. Japan ist über ein mögliches Ende von Manövern der USA mit Südkorea besorgt.

Von: Von Martin Ganslmeier

Stand: 13.06.2018

Treffen von Trump und Kim in Singapur | Bild: picture-alliance/dpa/Evan Vucci

Die Führer beider Staaten seien in Singapur zusammengekommen, um „nach rund 70 Jahren Konfrontation und Antagonismus“ erste Schritte zur Versöhnung einzuleiten. Dies sei ein „radikaler Wendepunkt“ in den bislang feindlichen Beziehungen zwischen Nordkorea und den USA.

Will Nordkorea die Denuklearisierung möglichst lange hinauszögern?

Kim Jong Un und Trump hätten sich auf einen schrittweisen Prozess der Denuklearisierung geeinigt – und zwar im Gegenzug für Zugeständnisse der USA. Dagegen hatte der US-Präsident in Singapur erklärt, Nordkorea habe sich zu raschen Maßnahmen auf dem Weg zur Denuklearisierung bereit erklärt. Nordkoreas Darstellung könnte in den USA die ohnehin vorhandenen Befürchtungen verstärken, Nordkorea wolle die Denuklearisierung möglichst lange hinauszögern, jedoch vorher schon wirtschaftliche Vorteile und eine Lockerung der Sanktionen bekommen.

Kim hat Einladung Trumps angenommen

Nordkoreas Staatsagentur beschreibt den Ablauf des Gipfels von Singapur sehr detailliert. Erwähnt wird auch die Zusage Kims, die sterblichen Überreste gefallener US-Soldaten aus dem Korea-Krieg in die USA zu überführen. Trump wiederrum habe sich bereit erklärt, die Militärmanöver mit Südkorea einzustellen. Außerdem habe Kim Trumps Einladung zu einem Besuch in den USA angenommen. Im Gegenzug habe Kim Jong Un den US-Präsidenten „zu gegebener Zeit“ nach Pjöngjang eingeladen.

Japan besorgt über mögliches Ende von Militärmanövern

Unterdessen äußerte sich die japanische Regierung skeptisch über Trumps Ankündigung, die gemeinsamen Militärmanöver in Südkorea zu beenden. Japans Verteidigungsminister betonte, die amerikanische Militärpräsenz in Südkorea und die gemeinsamen Manöver seien wichtig für die Sicherheit in Ostasien. Japan werde an den gemeinsamen Militärmanövern festhalten. Ebenso am Ausbau der Verteidigungsmaßnahmen gegen mögliche Raketenangriffe aus Nordkorea.


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Realist, Mittwoch, 13.Juni, 10:22 Uhr

5. Trump und Kim Jong Un

Unter dem Druck Merkels blieb Trump und Kim Jong Un doch gar nichts anderes übrig. Keiner will wie Putin enden. Sanktioniert und ins politische Eck gestellt.

  • Antwort von Echter Realist, Mittwoch, 13.Juni, 10:37 Uhr

    Soll das Satire sein? Falls ja, bitte kennzeichnen!

Peter, Mittwoch, 13.Juni, 09:36 Uhr

4. Eilmeldung : Trump halbiert US Militäretat und verbietet Rüstungsexporte!

Das wäre doch mal was, oder?

Aber machen wir uns nichts vor, sogar daran würden sich unsere Politiker abgeifern.
Wahnsinn,
Fahrlässig.
Setzt die Sicherheit der Welt aufs Spiel etc.

Er kann es den Medien hier einfach nicht recht machen.

  • Antwort von Herr Meier, Mittwoch, 13.Juni, 10:09 Uhr

    Und was bitte ist jetzt so toll an den Gipfelergebnissen?

  • Antwort von Peter, Mittwoch, 13.Juni, 10:24 Uhr

    Tja, früher standen in so einem Bericht immer noch kleine Infoboxen mit Hintertgrundinfos.
    Heute müssen sie sich halt im Netz schlau machen.
    Aber als kurze Zusammenfassung:

    Seit Ende des Koreakrieges (der nur ein Waffenstillstand ist) war die koreanische Halbinsel immer Spielball der Supermächte.
    Es gab noch kein solches Abkommen, es gab noch nicht einmal solch ein Telefongespräch, man bedenke seit 1953!
    Also nach über sechzig Jahren kalten Krieges und ettlichen US Präsidenten hat Trump tatsächlich einen historischen Fortschritt geschaffen.

    Das ist Fakt, das muss man nicht mögen, man muss es aber wahrnehmen.

    Natürlich passt sowas nicht in die Antitrumplinie der EU und der Bundesregierung, doch nach vielen Jahrzehnten Konflikt sollte jeder froh sein über derartige Erfolge bei der Entspannung.

  • Antwort von Peter, Mittwoch, 13.Juni, 10:47 Uhr

    Tja, früher standen in so einem Bericht immer noch kleine Infoboxen mit Hintertgrundinfos.
    Heute müssen sie sich halt im Netz schlau machen.
    Aber als kurze Zusammenfassung:

    Seit Ende des Koreakrieges (der nur ein Waffenstillstand ist) war die koreanische Halbinsel immer Spielball der Supermächte.
    Es gab noch kein solches Abkommen, es gab noch nicht einmal solch ein Telefongespräch, man bedenke seit 1953!
    Also nach über sechzig Jahren kalten Krieges und ettlichen US Präsidenten hat Trump tatsächlich einen historischen Fortschritt geschaffen.

    Das ist Fakt, das muss man nicht mögen, man muss es aber wahrnehmen.

    Natürlich passt sowas nicht in die Antitrumplinie der EU und der Bundesregierung, doch nach vielen Jahrzehnten Konflikt sollte jeder froh sein über derartige Erfolge bei der Entspannung.

  • Antwort von Abi2015, Mittwoch, 13.Juni, 13:21 Uhr

    Peter und was ist mit dem Atomwaffensperrvertrag (Koreanische Halbinsel - atomwaffenfreien Zone), dem Nordkorea 1985 beitrat?

Erich, Mittwoch, 13.Juni, 09:04 Uhr

3. Die Antitrumphetze zeigt Wirkung...

Der Mann ist spitze!

Gewöhnt Euch daran und übt schon mal Abschiedsreden für Merkel.

  • Antwort von Negan, Mittwoch, 13.Juni, 10:08 Uhr

    Von welcher Hetze reden Sie eigentlich? Möchten Sie uns nicht endlich verraten, was Sie an diesen "Ergebnissen" so bahnbrechend finden? Sie lobhudeln lediglich permanent in unterwürfiger Manier ihren Held ohne offenbar auch nur ansatzweise verstehen zu wollen, warum manche Leute am langfristigen Erfolg dieses Treffens zweifeln!

  • Antwort von Franz, Mittwoch, 13.Juni, 11:12 Uhr

    Spezi ist auch spitze!

Abi2015, Mittwoch, 13.Juni, 08:24 Uhr

2. Diktator "rocket man"

hat gezeigt, wie man einen ungebildeten Narren aus Amerika an der Nase herumführen kann.
Die Menschenrechtslage in Nordkorea hat sich bisher nicht verbessert und die Bürger werden durch dieses Regime nach wie vor versklavt.

Ich würde mir auch wünschen, dass einige unserer Hetzer hier im Netz mal für ein paar Jahre dort leben sollten, damit
sie ihre unsäglichen Kommentare danach selbst interpretieren könnten.

Negan, Mittwoch, 13.Juni, 07:54 Uhr

1.

Nordkorea hat gut lachen. Kim ist es gelungen, durch Drohung mit Atomwaffen internationale Anerkennung zu finden. Weitere Schurkenstaaten werden diesem Beispiel folgen, allen voran Iran, das von Trump auf erniedrigende und überflüssige Weise düpiert worden ist. Kim ist trotz seines jungen Alters diesem sich selbst hoffnungslos überschätzenden Narzissten und Egomanen taktisch und strategisch überlegen.

  • Antwort von thorie, Mittwoch, 13.Juni, 10:17 Uhr

    Naja. Mit ner ordentlichen Armee im Hintergrund wird man eben ernst genommen.
    Daß das mit einer Nix fährt-nix schwimmt-nix fliegt-BW erreicht man eben auch politisch nichts. Man zeigt nur, daß man nichts im Griff hat.