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Wildtiere Niedersachsen will Füttern und Fotografieren von Wölfen verbieten

Das Land Niedersachsen will das Füttern und Fotografieren von wildlebenden Wölfen verbieten. Eine entsprechende Verordnung solle noch in diesem Jahr beschlossen werden. Es geht darum, den Menschen zu schützen.

Stand: 13.07.2018

ARCHIV - 18.06.2018, Entspannt liegt ein junger Wolf (Canis lupus) in seinem Gehege im Wildpark Schorfheide.  | Bild: dpa-Bildfunk/Patrick Pleul

Wölfe sind scheu. Deshalb will das Bundesland Niedersachsen künftig verbieten, Wölfe zu fotografieren oder gar zu füttern. Das berichtet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf das Umweltministerium. Die Tiere sollen ihre Scheu vorm Menschen behalten, um mögliche Gefährdungen zu vermeiden.

Der Wolf an sich ist für den Menschen ungefährlich

"Das Wildtier Wolf hat eine natürliche Scheu vor dem Menschen und hält deshalb grundsätzlich Distanz", sagte Ministeriumssprecherin Lotta Cordes der Zeitung. Es werde aber von den Naturschutzbehörden immer wieder über Menschen berichtet, die versuchten, "aktiv Kontakt zu Wölfen aufzunehmen, indem sie wiederholt deren Nähe suchen, sie mit Futter ködern, um sie fotografieren oder möglicherweise sogar körperlich kontaktieren zu können", sagte Cordes. "Dieses Verhalten kann dazu führen, dass die betroffenen Wölfe, vor allem Jungtiere, ihre natürliche Scheu vor dem Menschen verlieren."

Wenn der Wolf die Scheu verliert, könnte es gefährlich werden

Es könne dann, wie die Vergangenheit gezeigt habe, dazu kommen, dass Wölfe sich dem Menschen aktiv annäherten. "Um dieser provozierten Entwicklung von Wölfen und damit einer möglichen Gefährdung von Menschen frühzeitig entgegenzuwirken, soll es unterbunden werden, Wölfe durch Anlocken und Füttern an den Menschen zu gewöhnen", sagte Cordes weiter. Dies soll mit der Verordnung erreicht werden. Bei Verstößen drohe dann ein Bußgeld.


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