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"Zugunglück" auf Waldbahnstrecke Rettungsübung bei Flutlicht

Rettungskräfte mehrerer Feuerwehren aus den Landkreisen Deggendorf und Regen, des BRK, des THW und der Bergwacht simulierten am Samstagabend ein Unglück auf der Waldbahnstrecke zwischen Deggendorf und Gotteszell (Lkr. Regen). Rund 40 "Verletzte" müssen geborgen werden.

Von: Christian Riedl

Stand: 15.04.2018

Rettungsübung Zugunglück bei Deggendorf. Simuliert wurde bei Flutlicht: Rettungskräfte mehrerer Feuerwehren aus den Landkreisen Deggendorf und Regen, des BRK, des THW und der Bergwacht simulierten am Abend ein Unglück auf der Waldbahnstrecke zwischen Deggendorf und Gotteszell (Lkr. Regen). Rund 40 "Verletzte" mussten geborgen werden. | Bild: BR / Christian Riedl

Während der groß angelegten Übung am Samstagabend zwischen 20 und 23 Uhr war der Schienenverkehr auf der Waldbahnstrecke zwischen Deggendorf und Gotteszell gesperrt. Die Länderbahn setzte Ersatzbusse ein.

40 Verletzte aus unwegsamem Gelände retten

Schwerverletzte mussten versorgt werden.

Bei der Übung wurde simuliert, dass ein Triebwagen der Waldbahn mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Baum, der über den Schienen liegt, prallt. Dabei werden gut 40 Menschen teils schwer verletzt und müssen im unwegsamen Gelände gerettet werden. Insgesamt waren mehr als 200 Retter im Einsatz.

Die Einsatzkräfte seien dabei vor der besonderen Herausforderung gestanden, dass die Schienen in diesem Streckenabschnitt durch dichten Wald in steilem Gelände führen, so Kreisbrandinspektor Bernhard Süß zum BR. Dementsprechend müssten die "Verletzten" mit speziellen Schienenwagen abtransportiert werden.

Außerdem mussten die Helfer(innen) eine Strecke von rund 600 Metern komplett ausleuchten.

Rettungsübung über eineinhalb Jahre vorbereitet

Die Vorbereitungen für die groß angelegte Übung dauerten rund eineinhalb Jahre, so Süß. Ihm sei nicht bekannt, dass in der Region je ein solches Szenario in derart großer Form schon einmal geprobt wurde.


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