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"Medizintouristen" Transitzentrum Deggendorf: Arzt beendet Tätigkeit nach Übergriffen

Nach den Vorwürfen eines Arztes über die Arbeitsbedingungen am Bayerischen Transitzentrum in Deggendorf, hat nun die Regierung von Niederbayern bestätigt, dass der Arzt seine Tätigkeit dort beenden wird. Offenbar sei ein tätlicher Angriff der Grund für sein Ausscheiden, so die Regierung von Niederbayern auf BR-Nachfrage.

Von: Sebastian Grosser

Stand: 14.05.2018

Ein Mann geht in Deggendorf an einem Schild der Regierung von Niederbayern mit dem bayerischen Wappen und der Aufschrift «Bayerisches Transitzentrum Deggendorf» vorbei. | Bild: picture-alliance/dpa/Armin Weigel

Das Aufnahmezentrum in Deggendorf hatte bereits vergangene Wochen Schlagzeilen gemacht. Ein Arzt aus dem Zentrum hatte gegenüber der Wochenzeitung "Die Zeit" über seine Arbeit in der Unterkunft geklagt und kritisiert, dass eine Vielzahl der Patienten "Medizintouristen" seien, die teils übergriffig würden, falls er sie nicht so behandle, wie sie es wünschten. Oftmals - so legt es der Artikel in der Wochenzeitung "Die Zeit" nahe - ginge es dabei um Nichtigkeiten wie das Durchführen einer Mundspülung oder das Verschreiben von Viagra.

Ärztliche Behandlung nur bei akuten Fällen

Dabei schreibt das Asylbewerberleistungsgesetz vor, dass eine ärztliche Behandlung ausschließlich bei akuten Fällen möglich sei. Darauf verweist auch der Arzt seine Patienten. "Diese - korrekte - Haltung stößt bei den Asylbewerbern immer wieder auf Kritik", so die Regierung von Niederbayern.

Fünf Ärzte sollen medizinische Grundversorgung sicherstellen

Tatsächlich sind die Sprechzeiten sehr begrenzt. Laut einem Schild, dass am Eingang des Transitzentrums in Deggendorf hängt, gibt es werktags derzeit nur eine Sprechzeit von einer Stunde. Ab Juni sollen fünf Ärzte die medizinische Grundversorgung am Transitzentrum in Deggendorf sicherstellen. Dazu werden dann werktags dreistündige Sprechstunden angeboten. Der Arzt, der über die Missstände in Deggendorf geklagt hat, wird laut Regierung von Niederbayern seine Tätigkeit im Transitzentrum Osterhofen fortsetzen.


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Stan, Montag, 14.Mai, 19:06 Uhr

17. die meisten Flüchtlinge sind eine Katastrophe für den Ablauf einer Sprechstunde

Ich kann die Aussagen des Kollegen nur bestätigen.
Flüchtlinge sind nicht selten Analphabeten, sprechen kaum deutsch, die Verständigung und Problemfindung kostet enorm viel Zeit und führt zu großen Störungen im Ablauf einer Sprechstunde.
Ich hatte Flüchtlinge mit Doppelidentitäten.
Ich weiß im Prinzip nicht, wer mir gegenüber sitzt. Ein (Kriegs-)Verbrecher, ein Mörder, ein Folterer?
Einer dieser Gäste hätte mich körperlich attackiert, wären nicht Patienten dazwischen gegangen.

Janus, Montag, 14.Mai, 18:38 Uhr

16. Aha!

Sowas kommt eben von sowas. Hoffentlich wieder einen %-Punkt mehr für die AfD!

Dieter, Montag, 14.Mai, 18:18 Uhr

15. Asyl

Den Drehofer und F.Merkel kann doch wirklich niemand mehr ernst nehmen. Was mich in der ganzen “Asyldebatte” so aufregt, ist die Tatsache, dass die meisten Asylbewerber doch gar nicht politisch im Herkunftsland verfolgt werden. Ich habe hunderte von Anhörungsprotokollen des BAMF gelesen. Speziell von afghanischen und Afrikanischen Asylbewerbern kann wohl niemand behaupten, dass z.B. Viehhirten, die nicht schreiben können (das Protokoll wurde mit einem Fingerabdruck unterschrieben!!!) politisch verfolgt werden. Hier wird der Artikel 16 des GG mit Füßen getreten. Wer mit Nachweis politisch im Herkunftsland wirklich verfolgt wird, soll hier auch Asyl bekommen. Aber das trifft nur auf ca. 0,1% der Asylbewerber zu. Der Rest sind “Wirtschaftsflüchtlinge”, die aufgrund des Asylbewerberleistungsgesetz hier ein gutes Leben führen wollen, für die der deutsche Steuerzahler aufkommen muss. Der Umschwung wird definitiv kommen, bleibt nur die Frage wann. Armes Deutschland.
M.f.G.
M.f.G.

Dieter, Montag, 14.Mai, 18:11 Uhr

14. Abschiebung-

Das ist in Deutschland schon seit 30 Jahren so. Ich hatte beruflich mit Straftaten und Abschiebungen in den 1980er Jahren als Arbeitgeber zu tun. Die Ehepaare / Familien, meist ohne jegliche Strafakten, die sich nicht wehrten, wurden abgeholt. Die mit dicken Kriminalakten nahmen sich einen oder mehrere Anwälte. Zu meinen Erstaunen zogen sich da die Behörden zurück. Den Rechtsstaat gibt es schon lange nur auf dem Papier und in Bundestagsreden. Jetzt erreicht alles ein sichtbares Ausmaß und die Quittung wird präsentiert. Es ist Zahltag.
M.f.G.

  • Antwort von forist, Montag, 14.Mai, 19:17 Uhr

    Dieter,die Bundespolizei muss den aufmüpfigenTogoer nach dessen Abschiebung nach Italien die Einreise wieder gestatten.
    Fazit: Abschiebung faktisch Geldverschwendung,und die Mühe nicht wert.

    Wahrlich eine Lachnummer!

Kaiser, Montag, 14.Mai, 18:09 Uhr

13. Eine Schande, diese Art von Menschenhaltung!

Früher nannte man "Transitzentrum" noch "Durchgangslager", die Idee dahinter ist dieselbe. Verantwortlich dafür, wie sagte der CSU-Generalsekretär so schön: der "Brauner Schmutz".

Menschen sperrt man nicht ein! Auch Massentierhaltung ist zu verbieten!