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"report München" Landshuter Betriebe reagieren auf Foodwatch-Kritik

Zwei Landshuter Lebensmittelbetriebe haben nach Bekanntwerden gravierender Hygienemängel Konsequenzen gezogen. Nachdem die Verbraucherschutz-Organisation Foodwatch Kontrollberichte veröffentlichte, wurde im ARD-Magazin "report München" darüber berichtet.

Von: Bernd Kellermann

Stand: 14.02.2018

Frau mit Laborkittel untersucht Lebensmittelprobe | Bild: picture-alliance/dpa

Nach dem Bericht von "report München" in der ARD über gravierende Mängel bei Lebensmittelbetrieben in Bayern haben zwei Unternehmen aus Landshut nach eigenen Angaben reagiert. Die Verbraucherschutz-Organisation Foodwatch hat Kontrollberichte des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen öffentlich gemacht.

Schimmel im Keller

Danach stießen Lebensmittelkontrolleure im Jahr 2016 in der Obstkelterei J. Gärttner in Landshut auf "stark verschimmelte und feuchte Kellergewölbe", in denen "in nur unzureichend abgedeckten, offenen Lagertanks unterschiedlicher Größe Säfte, Weine und Zuckerlösungen vermischt werden".

Umzug in neues Gebäude

Die kaufmännische Geschäftsführerin der Obstkelterei, Marlene Biebl, sagte am Mittwoch dem Bayerischen Rundfunk, bei einer erneuten Kontrolle sei nichts mehr festgestellt worden. Außerdem sei das Unternehmen dabei, die alten Räume der Kelterei mit den Lagertanks in der Schönbrunner Straße in Landshut zu verlassen und in ein moderneres Anwesen im benachbarten Altdorf zu ziehen. Auf die Frage, ob damit nach ihrer Ansicht die Beanstandungen erledigt sind, sagte sie nur kurz: "Ja."

"Ich habe meine Lektion gelernt"

Thomas Bauer, der Inhaber des ebenfalls kritisierten Cafés Belstner in der Innenstadt von Landshut, sagte dem BR am Mittwoch: "Ich habe meine Lektion gelernt." Bei einer erneuten Kontrolle im Oktober 2017 seien "keine Mängel" festgestellt worden.

Seit drei Jahren abgelaufen

In den von Foodwatch veröffentlichten LGL-Berichten heißt es, in dem Café seien im September 2016 "mittelgradige Mängel" festgestellt worden, etwa Produkte, deren Mindesthaltbarkeit seit drei Jahren abgelaufen waren. Außerdem herrsche in dem Betrieb "deutlicher Reinigungsbedarf". Café-Belstner-Inhaber Bauer zeigte sich nach den Kontrollen einsichtig. Er sagte: "Bei so einem alten Haus ist mehr Risiko da, dass etwas nicht passt."

Zuerst hatten "report München" und die Landshuter Zeitung über die Reaktionen der Betriebe in Landshut berichtet.


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Cosi , Mittwoch, 14.Februar, 20:00 Uhr

3. Hysterie!

Wir sind seit Jahren hede Woche im Café Belstner.
Ich kann von den Beanstandungen nichts nachvollziehen.Es ist alles sauber und ordentlich und die Speisen , Kuchen und Getränke sind in bestem Zustan und super lecker..Im Gegenteil das ist das Beste Café in ganz Landshut.Selbst Leute aus München fahren extra in dieses Cafe.
Es gab früher noch ein gutes Café "die Blaue Stunde, heute ist da eine Edel Hamburger Bude drin.Ich hoffe das ist das letzte Schnellimbiss Geschäft in Landshut.was fehlt sind gute Cafes.

  • Antwort von Lebensmittelkontrolleure sehen mehr als der Kunde, Mittwoch, 14.Februar, 21:33 Uhr

    Waren sie in der Konditorei, sprich im Raum, wo die Zuckerbackwaren hergestellt werden? Haben sie die Verpackungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum gesehen? Wahrscheinlich nicht, also können sie das gar nicht beurteilen.

  • Antwort von Schmidt, Freitag, 16.Februar, 06:49 Uhr

    Natürlich kann man in die Backstube nicht hineingehen.
    Aber was mich interessieren würde ist, ob Sie zu denjenigen gehören die Ihre Lebensmittel immer rechtzeitig essen. Bei uns kommt es immer wieder mal vor das das MHD abgelaufen ist, aber deswegen ist die Ware nicht von heute auf morgen giftig. Drei Jahre ist zwar schon etwas lange aber bei manchen Dingen dürfte das kein Problem sein.

Fatem, Mittwoch, 14.Februar, 16:41 Uhr

2. Widerlich und ohne Verantwortung fuer Verbraucher....

wird erst reagiert wenn solche hygenischen Miss-Staende (um es moderat auszudruecken ,eigentlich sind es SCHW..........REIEN) ,veroeffentlicht werden. Dazu diese SCHEINHEILIGE EINSICHT , natuerlich nach den Kontrollen . Wird eigentlich von den zustaendigen Stellen NACHGEFASST und von Zeit zu Zeit ,ohne Vorankuendigung, kontrolliert?

Squareman, Mittwoch, 14.Februar, 15:47 Uhr

1. Reagiert?

Also man hat reagiert, nachdem Foodwatch die Berichte veröffentlicht hat und Report darüber berichtet hat. Wieso werden diese Berichte nicht von den zuständigen Behörden veröffentlicht? Anscheinend gab es in Bayern immer noch zu wenig Skandale, Müller Brot, Bayern Ei, usw sind doch nur die kleine Spitze eines riesigen Eisbergs. Aber lasche Kontrollen, dazu noch angekündigt, gelten ja als bayerischer Standortvorteil. Was der Verbraucher nicht weis wird klaglos gegessen.

  • Antwort von Vadder 24, Mittwoch, 14.Februar, 21:28 Uhr

    Wie kommen Sie zu der Meinung Kontrollen finden nur nachVorankündigung statt? Halbwissen zu verbreiten ist auch eine Bildung.

    1. Kontrollen werden nur unangekündigt durchgeführt und dann noch in total unterschiedlichen interwallen.

    2. Die Mängel waren nicht so gravierend dass eine Bezriebsschließung notwendig war.

    3. Aufgrund der Vielzahl der hergestellten Produkte in den Betrieben,bewegen sich die Beanstandungen im Promillebereich.

    4. Damit es hier kein Missverständnis gibt, jede Beanstandung ist eine Zuviel.

    Mit freundlichen Grüßen

    Vadder 24

  • Antwort von schmidt, Freitag, 16.Februar, 07:08 Uhr

    Ich habe den Report nicht gesehen, das muss ich zugeben. Aber da die Sendung im Februar 2018 ausgestrahlt wurde und laut Bericht oben die Mängel bereits vor diesem Bericht behoben wurden kann ich nicht nachvollziehen dass erst nach diesem Bericht in Fernsehen reagiert wurde.