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Öffentlicher Dienst Flächendeckender Streik in Niederbayern und der Oberpfalz

Im Tarifpoker für den öffentlichen Dienst hat Verdi am Mittwoch zu einem flächendeckenden Warnstreik in Niederbayern und der Oberpfalz aufgerufen. In zahlreichen Ämtern und kommunalen Betrieben legten die Beschäftigten ihre Arbeit nieder.

Von: Marcel Kehrer

Stand: 11.04.2018

(Warn-)Streikender mit Verdi-Flagge (Symbolbild) | Bild: picture-alliance/dpa/Patrick Seeger

Bestreikt wurden unter anderem Rathäuser, Stadtwerke und Bauhöfe, aber auch etliche Kliniken, Bundeswehr-Standorte und Theater. Dienstleistungen wie Müllabfuhr, Straßenreinigung und Stadtbücherei fielen zum Teil aus, etwa in Regensburg. Auch in Arbeitsagenturen, bei mehreren Sparkassen, bei der REWAG sowie beim Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg wurde gestreikt.

Schwerpunkt Ostbayern gestreikt

Betroffen waren in der Oberpfalz die Stadtverwaltung und das Landratsamt Regensburg sowie die Städte Weiden, Schwandorf, Tirschenreuth, Regensburg, Teublitz, Amberg, Sulzbach-Rosenberg, Neumarkt und Burglengenfeld.

In Niederbayern wurden die Stadtverwaltungen von Passau, Straubing, Landshut, Waldkirchen und Hauzenberg bestreikt. Auch in kleineren Kommunen wie Lappersdorf und Wernberg-Köblitz ruhte die Arbeit.

Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn

Die Streikenden fuhren mit 22 Bussen nach Nürnberg zur zentralen Warnstreikkundgebung. Verdi fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro, sowie eine Übernahmegarantie für Auszubildende. Die Arbeitgeber argumentieren, für untere Einkommensgruppen habe man schon einiges getan. Man brauche attraktive Gehälter für Fachkräfte, um etwa Ingenieure werben zu können, die in der Wirtschaft oft mehr verdienen.


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