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Rauschgiftdelikte Drogenkonsum an niederbayerischen Schulen steigt

An niederbayerischen Schulen werden immer mehr Drogen konsumiert. Das belegt eine bayernweite Statistik. Im Vergleich zum Jahr 2012 hätten sich die Rauschgiftdelikte mehr als Verdreifacht.

Von: Andreas Mack

Stand: 14.03.2018

Ein Joint im Federmäppchen eines Schülers (Symbolbild). | Bild: pa/dpa/Christian Ohde

Die niederbayerische SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller warnt vor steigendem Drogenkonsum an den Schulen im Regierungsbezirk. Seit 2012 verzeichne die bayernweite Statistik eine Zunahme der Rauschgiftdelikte von 78 Prozent auf 464 Delikte. Das habe eine parlamentarische Anfrage der SPD-Landtagsfraktion ergeben, so Müller in einer Mitteilung. Niederbayern ist demnach ganz vorne mit dabei.

Präventionskonzepte überarbeiten

Die neue Statistik zeigt für den Zeitraum zwischen 2012 und 2016 in Bezug auf Cannabis-Konsum eine mehr als Verdreifachung der Fallzahlen am Tatort Schule, so Müller. Damit wurden die meisten Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz an den niederbayerischen Schulen wegen Cannabis registriert.

Ruth Müller fordert deshalb eine Überarbeitung der Präventionskonzepte im Kultusministerium. Die schulische Suchtprävention in Bayern beruhe auf Richtlinien, die über ein Vierteljahrhundert alt seien (von 1991). Der Umgang von Jugendlichen mit Drogen sei heute ein anderer als damals. Das am Lifestyle orientierte Rauschmittelangebot sei heute deutlich größer und der Drogenerwerb oftmals leichter.

Müller fordert mehr Geld

Die Jugendsozialarbeit an den bayerischen Schulen müsse angesichts dieser neuen Zahlen gestärkt werden. Müller fordert für Präventionsprogramme auch mehr Geld.


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EX-Schüler, Donnerstag, 15.März, 13:01 Uhr

4.

Kein Wunder das es mehr Drogen an den Schulen gibt. Früher wurde in der Pause eine Zigarette geraucht, seitdem Zigaretten heute so verteufelt aber immer teuer werden, greifen die Kids eben auf billigere Alternativen ( Pillchen) zurück. Haben auch den Vorteil das diese nicht gerochenen werden können.

Geißmüller, Mittwoch, 14.März, 17:25 Uhr

3. Cannabis an Schulen

Eine Legalisierung wäre ein wichtiger Schritt dies einzudämmen. Warum? Ganz einfach Erwachsene haben die Möglichkeit dies legal zu erwerben und fallen als Kundschaft des Dealers weg und somit wahrscheinlich die Haupteinnahme Eine offizielle Altersregulierung kann erfolgen am besten bei Volljährigkeit oder ab 21 Jahren. Freigewordene Kapazitäten der Polizei können gezielt eingesetzt werden zum Schutz unserer Kinder und Steuereinnahmen aus der Legalisierung können in Schulen, Suchtbratung usw. fließen, anstatt Dealern ein nettes Leben zu ermöglichen. Diejenigen die verbleiben und dennoch eine Abgabe an Minderjährige versuchen sollten noch härter bestraft werden. Nur eine regulierte Abgabe ist eine kontrollierbare.

Wolfgang, Mittwoch, 14.März, 13:29 Uhr

2. Schüler sind blöd weil sie Drogen nehmen.

Schüler haben zuviel Geld, deshalb können sie für soeinen Blödsinn viel Geld ausgeben.

Auch anderswo bemerkbar, unsere Stadt baute am Gymnasium einen großen teuren Parkplatz für die 18-Jähjrigen.

Wenn Unterprimaner als 17-jährige mit dem Schulbus oder Fahrrade kommen können, dann können es 18-jährige Oberprimaner auch.

eine Begründung war "sonst wird in der Umgebung wild illegal geparkt, dagegen hilft auch Knöllchen und Abschlpeppen, nach 5 Knöllchen in einer woche kommt auc h dem dümmsten Schüler eine Ereluchtung.

Hans Willi, Mittwoch, 14.März, 10:42 Uhr

1. Verbote sinnvoll?

Speziell bei Cannabis-Produkten sollte endlich über eine Legalisierung nachgedacht werden.
Wenn ich über meine eigene Jugendzeit nachdenke, hat mich gerade das Verbotene gereizt.
Die steigenden Zahlen weisen ja genau darauf hin, dass das Verbot nichts bringt.

  • Antwort von Wolfgang, Mittwoch, 14.März, 13:38 Uhr

    Hallo, wohl eine schlechte Sozialisierung?

    Weil das Verbotene reizt?

    Unsere Segelflugschüler sind da anders geschnitzt:

    Drogen, Alkohol ODER Fliegen

    Höchstgeschwindigkeit in unruhiger Luft 160/km/h, dann dabei NIE schneller.

    Höchstgeschwindigkeit in ruhiger Luft 230/km/h, dann NIE schneller!!!!

    Und die halten sich daran! Von wegen das Verbotene austesten, so blöd sind unsere Flugschüler nicht..