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Passauer Landgericht Blutverdünner im Essen: Angeklagte streitet Mordversuch ab

Weil sie versucht haben soll, ihren Ehemann mit Medikamenten zu töten, muss sich seit Dienstag eine 50 Jahre alte Frau vor dem Landgericht Passau verantworten. Sie hat beim Prozessauftakt die Vorwürfe zurückgewiesen.

Stand: 12.06.2018

Die Angeklagte geht neben ihrem Verteidiger Sebastian Kahlert vor dem Gerichtsgebäude. Die Frau aus Waldkirchen (Kreis Freyung-Grafenau) soll versucht haben, ihren Ehemann mit blutverdünnenden Medikamenten zu töten, um Zeit für ihren Geliebten zu haben. | Bild: dpa/Armin Weigel

Eine Frau aus Waldkirchen im Landkreis Freyung-Grafenau steht seit Dienstag wegen versuchten Mordes an ihrem Ehemann vor Gericht. Sie soll versucht haben, ihren Mann mit Blutverdünner umzubringen, um Zeit für ihren Geliebten zu haben. Beim Prozessauftakt in Passau hat die 50 Jahre alte Angeklagte den Vorwurf zurückgewiesen.

Mann musste auch stationär behandelt werden

Die 50-Jährige bezeichnete sich als unschuldig. Sie habe ihrem Mann zu keinem Zeitpunkt das Medikament verabreicht. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau versuchten Mord vor. Der Anklage nach hatte sie ihrem arg- und wehrlosen Opfer im vergangenen Spätsommer immer wieder Blutverdünnungsmittel in Speisen und Getränke gemischt.

Der Mann wurde mehrfach ambulant und stationär behandelt, sodass er gerettet werden konnte.

27 Zeugen sagen aus

Der Frau werden versuchter Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Für den Prozess sind nach Angaben des Landgerichts Passau bis Mitte Juli neun Verhandlungstage angesetzt. Es wurden zwei Sachverständige und 27 Zeugen benannt.


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