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Arbeitsmarkt Niederbayern Stärkster saisonüblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit

Niederbayern hat unter Bayerns Regierungsbezirken den stärksten saisonüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet: Im Dezember waren 19.936 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, das waren 1.914 mehr als im November.

Von: Eleonore Birkenstock

Stand: 03.01.2018

Symbolbild: Das Wappen von Niederbayern, Bayernkarte | Bild: BR, Montage: BR

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich damit von 2,6 auf 2,9 Prozent. Der Winter wirkt sich in Niederbayern deshalb stärker aus, weil hier vergleichsweise viele Menschen in vom Wetter abhängigen Außenberufen arbeiten, etwa im Baugewerbe oder im Garten- und Landschaftsbau.  

Der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, Ralf Holtzwart, spricht dennoch von einer stabilen und positiven Lage auf dem niederbayerischen Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote sei mit 2,9 Prozent noch unter der Dreiprozentmarke geblieben. "Das ist bemerkenswert. Denn im vergangenen Jahr waren es noch 3,2 Prozent", sagte Holtzwart dem Bayerischen Rundfunk.

"Man sieht: Auch in Niederbayern ist die Nachfrage sehr breit gefächert. Es gibt keine Monostruktur und das ist insgesamt sehr gut."

Ralf Holtzwart, Chef der bayerischen Arbeitsagenturen

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen würde in Niederbayern steigen und die Nachfrage nach Arbeitskräften sei sehr hoch, etwa in der Zeitarbeit, in  Reinigungsbetrieben und im verarbeitenden Gewerbe. Allerdings wird es Holtzwart zufolge im Januar erst einmal einen weiteren, für den Winter üblichen, Anstieg der Arbeitslosigkeit geben.

Die Stadt Straubing verzeichnet mit einer Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent die höchste Arbeitslosigkeit in Niederbayern, der umliegende Landkreis Straubing-Bogen mit 2,2 Prozent die niedrigste.


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