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Zuckerbergs Krypto-Dollars vor dem Start | BR24

© dpa/pa

Sieht so ein Banker aus? - Mark Zuckerberg

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    Zuckerbergs Krypto-Dollars vor dem Start

    Facebook wird heute ein Whitepaper zu seinem Projekt Libra veröffentlichen. Offenbar will der Konzern sein eigenes Geld schöpfen. Große Finanzdienstleister hat er bereits ins Boot geholt.

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    Glaubt man Wall-Street-Gerüchten, soll es 10 Millionen Dollar kosten, um bei Facebooks nächstem großen Ding dabei zu sein. Keine hohe Summe angesichts des ambitionierten Vorhabens, handelt es sich dabei doch um eine eigene Währung. Finanzdienstleister wie Visa, Mastercard und Paypal hätten sich denn auch bereits zu einem Konsortium zusammengeschlossen. Andere wollen in den Aufbau der Netzinfrastruktur für das Kryptogeld investieren.

    Eine stabile Währung

    Nun ist Zuckerbergs Konzern zwar gerade das Gegenteil der seriösen und verschwiegenen Bank alten Schlags. Aber die Zeit scheint reif für Geld der neuen Art: Seit Jahren steht mit der Blockchain eine technologische Basis für Digitalgeld zur Verfügung. Das Problem war bislang nur, dass es oft windige Firmen waren, die versucht haben, Krypto-Coins zu emittieren. Facebook wiederum hat genügend Kapital, um eine neue Währung zu stabilisieren. Das eventuell Libra genannte Geld soll zu einem fixen Wechselkurs zu einem Korb aus Dollar, Euro und anderen Währungen getauscht werden können.

    Accounts zu Bankkonten

    Facebook verfügt mit dem Messenger und WhatsApp bereits über die Infrastruktur für digitale Bezahlvorgänge. Und Milliarden Nutzer haben dort "Accounts", aus denen sich leicht Konten machen lassen können. Monopolartig verbreitet ist Facebook in vielen Ländern Afrikas und Südamerikas. Just diese Länder haben oft ein marodes Bankensystem.

    Facebooks Bankgeheimnis

    Für Facebook brächte eine eigene Währung große Vorteile: Neben Nutzerprofilen und Kommunikationsdaten könnte der Konzern künftig auch Finanzinformationen abgreifen. Darüber hinaus schwindet seit geraumer Zeit die Verweildauer bei Facebook. Ein angeschlossenes Währungssystem könnte die Leute wieder bei der Stange halten.