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Zahlreiche YouTuber starten Wahlaufruf gegen Union, SPD und AfD | BR24

© Rezo

Dutzende YouTuber sind dem Aufruf von YouTuber Rezo gefolgt

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    Zahlreiche YouTuber starten Wahlaufruf gegen Union, SPD und AfD

    Der YouTuber Rezo hat mit seiner Kritik der CDU eine Lawine losgetreten: In einem neuen Video schließt sich der Großteil der deutschen YouTube-Prominenz seinen Aussagen an - darunter Julien Bam und Dagi Bee. Ihr großes Thema: Klimawandel.

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    Über 70 YouTuber aus Deutschland haben ein gemeinsames Video veröffentlicht: Sie rufen ihre Zuschauer auf, zur Europawahl zu gehen. Für welche Parteien man stimmen soll, wird nicht genannt, dafür aber, welche Parteien sie sich nicht wünschen: CDU, CSU, SPD und AfD.

    Wie schon Rezos Video "Die Zerstörung der CDU" dürfte dieser Aufruf für viel Gesprächsstoff sorgen - und von einer Menge jungen Leuten gesehen werden. Schon das letzte Video hat in nur fünf Tagen über 7 Millionen Aufrufe angesammelt - und in diesem neuen Clip sind einige der einflussreichsten Internet-Promis Deutschlands vertreten.

    Mit dabei: Julien Bam, dem auf YouTube über 5 Millionen Menschen folgen. Bei Dagi Bee sind es vier Millionen, bei Luca ConCrafter 3,8 Millionen. Die vollständige Liste der Unterstützer steht in der Videobeschreibung und enthält im Moment etwa LeFloid, die Space Frogs, Unge, Alexi Bexi, Tilo Jung, Kelly MissesVlog und die ehemaligen Mitglieder von Y-Titty. Allesamt Namen, die der Generation 30+ wohl wenig sagen dürften, in Schulhöfen und Unis aber Gang und Gäbe sind. Die vereinte Reichweite dieser YouTuber dürfte praktisch zu jedem deutschen YouTube-Nutzer durchdringen.

    YouTuber fordern Taten für Klimaschutz

    Die Aussagen im Video richten sich eindeutig gegen CDU, CSU, SPD und AfD. Anders als in Rezos erstem Video wird keine Bandbreite von Themen verhandelt - auch die vieldiskutierte Urheberrechtsreform der EU kommt nicht zur Sprache. Stattdessen widmet sich der Aufruf ausschließlich dem Klimawandel und den drohenden Folgen. Ohne #FridaysforFuture explizit zu nennen, zeigen sich die - in der Regel sehr jungen - Videomacher als Teil einer jungen Bewegung für Klimaschutz und gegen Umweltzerstörung.

    Klingbeil reagiert mit Einladung zum Reden

    Die SPD hat mittlerweile mit einem Gesprächsangebot auf die Kritik der Youtuber reagiert. Dazu posteten Generalsekretär Lars Klingbeil, Juso-Chef Kevin Kühnert und der Europaabgeordnete Tiemo Wölken ein eigenes Video auf Youtube. “Uns hat eure Kritik erreicht“, so Klingbeil. “Organisiert euch, ladet uns ein, wir versprechen euch, wir kommen dazu, egal ob Wahlkampf ist oder nicht.“

    Kühnert betonte angesichts der Kritik an zu wenig Klimaschutz: “Wir brauchen nicht miteinander darüber zu streiten, dass der Klimawandel die wahrscheinlich größte Herausforderung ist, vor der wir stehen.“ Für gesellschaftliche Veränderungen brauche es aber Mehrheiten.

    Auch Bundesaußenminister Maas (SPD) hat auf Twitter dafür plädiert, die Kritik junger Menschen an der Politik ernst zu nehmen.

    CDU: Junge Menschen von YouTube ins Wahllokal

    Brandenburgs CDU-Vorsitzender Ingo Senftleben forderte in der "Rheinischen Post" das Wahlalter zu senken. Mit Blick auf die "Fridays for Future"-Demonstrationen und der Debatte über Urheberrechte sagte der CDU-Politiker: "Lassen wir unsere Jugend wählen. Holen wir sie von Youtube ins Wahllokal."