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Wie nutze ich die Corona-Warn-App richtig? | BR24

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Monatelang wurde die Corona-Warn-App entwickelt. Die Telekom und SAP arbeiteten gemeinsam an der App. Seit heute steht sie zum kostenlosen Download bereit. Was kann die Corona-Warn-App und wie funktioniert sie?

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Wie nutze ich die Corona-Warn-App richtig?

Die Benutzung der Corona-Warn-App ist bewusst einfach konzipiert. Wir haben die wichtigsten Schritte zusammengefasst und den Alltagsgebrauch der App getestet.

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Die Corona-Warn-App soll dabei helfen, Infektionsketten von Covid-19 zu unterbrechen und so ein Wiederansteigen der Fallzahlen in Deutschland zu verhindern. Das geschieht durch eine "Näherungskontrolle", bei der gemessen wird, wie nah sich Smartphones zueinander befinden - ohne dass dabei persönliche Daten ausgetauscht werden oder die Privatsphäre gefährdet wird.

Am Dienstagmorgen wurde die App freigeschaltet - bis zum frühen Abend wurde die Android-Version bereits eine Million Mal heruntergeladen.

Wie installiere ich die Corona-Warn-App?

Die App wird von allen gängigen Apple- und Android-Betriebssystemen unterstützt. Sollte die Corona-Warn-App auf Ihrem Smartphone dennoch nicht funktionieren, wird die App Sie darüber in Kenntnis setzen.

Zum Installieren müssen Sie die App aus Apple App Store (für iPhones) oder aus Googles Play Store (für alle anderen gängigen Marken) herunterladen. Zu Beginn gab es gelegentlich Verwirrung darüber, welche App die richtige ist - in den App-Shops tauchen diverse Apps unter dem Suchbegriff "Corona" auf.

Die richtige App heißt “Corona-Warn-App” und ist hier per direktem Link für iPhones oder Android-Telefone verfügbar. Auch auf www.corona-warn-app.de finden sich Links.

© Robert-Koch-Institut

Ein Screenshot aus der Corona-Warn-App - noch ist das Risiko-Level nicht bekannt

Wie nutze ich die Corona-Warn-App richtig?

Nach der Installation ist die App betriebsbereit, und fordert Sie nun auf, Bluetooth und Standort-Dienste anzuschalten. Damit die App richtig funktioniert, muss beides aktiviert sein. Wichtig ist: Auch wenn die Standort-Dienste angeschaltet sind, erhält die App keinen Zugriff darauf, wo Sie sich befinden. Die Funktion dient nur dazu, andere Smartphones in der Nähe aufzuspüren, um die Näherungskontrolle durchzuführen.

Die Oberfläche der App ist bewusst einfach gestaltet und übersichtlich. Es gibt einen Link zu FAQs, Einstellungen und die Möglichkeit, ein Testergebnis einzugeben. Bei Bedarf sind all diese Funktionen sehr einfach von der Startseite der App erreichbar.

Im Alltag läuft die App im Hintergrund und wird sich nur in einem von zwei Fällen melden: Entweder die App funktioniert nicht richtig: in diesem Fall bittet eine Benachrichtigung Sie darum, Bluetooth oder Standort-Dienste einzuschalten. Zuhause ist das nicht notwendig, wenn Sie aber unterwegs sind, sollten Sie darauf entsprechend reagieren. Ansonsten verfehlt die App ihren Zweck.

Der andere Fall ist ein erhöhtes Risiko, da Sie Kontakt zu einer Covid-19-positiven Person hatten. In einem solchen Fall wird die App Sie über weitere Schritte informieren, und Kontaktmöglichkeiten zu den entsprechenden Behörden bereitstellen.

Wie barrierefrei ist die Corona-Warn-App?

Im ersten Test schneidet die App gut ab. Texte und Grafiken sind gut sichtbar, außerdem lässt die App sich auch mit nur einer Hand bedienen. An der Verständlichkeit einzelner Texte könnte noch gearbeitet werden, auch stehen bislang nur Englisch und Deutsch als Sprachen zur Verfügung. Zumindest im letzten Punkt wollen die Entwickler aber demnächst nachbessern.

Ich komme mit der Corona-Warn-App nicht zurecht - wer hilft mir?

Die Entwickler der Corona-Warn-App haben eine Hotline für technische Fragen über die App eingerichtet. Auf der Website der Bundesregierung können Sie diese finden. Auch die Telekom, welche die App mitentwickelt hat, will in ihren Shops über den richtigen Gebrauch der Corona-Warn-App aufklären.

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Seit heute kann man die Corona-Warn-App auf sein Smartphone laden. Ziel ist es, Infektionsketten zu unterbrechen und eine zweite Welle zu verhindern. Die App funktioniert mit Bluetooth, die Daten sind anonym und sie ist freiwillig.