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Wie die sozialen Medien uns durch die Corona-Zeit helfen können | BR24

© Alexander Dummer / unsplash

Videochat ist nicht das einzige, was dieser Tage hilft

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    Wie die sozialen Medien uns durch die Corona-Zeit helfen können

    Facebook & Co haben keinen guten Ruf. Doch in Zeiten von Social Distancing liefern die sozialen Medien genau, was wir brauchen: Nachbarschaftshilfe und Katzenvideos.

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    Das Coronavirus hat Pläne für Kneipen- und Filmabende in ganz Deutschland für die absehbare Zeit auf Eis gelegt. Statt verantwortungsloser Partys gilt "Social Distancing" – wann immer möglich sollte man eine soziale Distanz zu seinen Mitmenschen halten. Jetzt zeigen aber soziale Medien und Apps, dass eine solche Distanz sich 2020 nicht ganz so einsam anfühlen muss wie in den Zeiten vor dem Internet: Facebook, Snapchat und Skype werden zu Mitteln gegen Lagerkoller und Trübsal.

    Coronavirus: Alles Wissenswerte finden Sie hier.

    Social Media hat keinen guten Ruf

    Egal ob die Facebook-Apps WhatsApp, Instagram und Facebook, ob Twitter oder YouTube, die meisten sozialen Medien schienen sich in den letzten Jahren in einer Spirale nach unten zu befinden. Immer mehr Hass, Datenschutz-Skandale und Falschmeldungen haben die Plattformen nicht selten zu düsteren, ungemütlichen Orten gemacht.

    Wenn die Corona-Krise also vielleicht doch etwas Gutes hat, dann, dass die großen Social-Media-Plattformen zum ersten Mal seit Langem auch wieder für positive Schlagzeilen verantwortlich sind.

    Nachbarschaftshilfe, digital organisiert

    Allein in den letzten Tagen sind in sozialen Medien zahlreiche Gruppen entstanden, in denen Menschen ihre Hilfe anbieten. Und zwar vor allem denen, die vom Coronavirus am meisten betroffen sind. In Facebook-Gruppen wie #CoronaCare München und Nordbayern hilft können sich Menschen aus der gleichen Gegend austauschen. Gruppen dieser Art gibt es mittlerweile zu Hunderten, manchmal pro Stadtteil, manchmal auch pro Region organisiert. Eine Suche auf Facebook lohnt sich.

    Auch andere Plattformen werden jetzt nützlich: Die Website nebenan.de betont in einem Blog-Post: "Im Umgang mit dem Coronavirus ist Hilfsbereitschaft unter Nachbarn besonders wichtig". Auch dort kann man sich anmelden, um sich mit Nachbarn auszutauschen.

    Das Gleiche gilt für Chatgruppen: In München sammeln sich bereits über 1.000 Mitglieder in der Telegram-Gruppe Solidarische Nachbarschaft München. Gleichzeitig werden in ganz Bayern lokale WhatsApp- und Telegram-Gruppen wichtiger denn je.

    Die Übersichtskarte zu den aktuellen Coronavirusfällen in Bayern finden Sie hier.

    Launen-Aufheller Internet

    Besonders stark ist das Netz jetzt, wenn es um all die Dinge geht, die nicht ganz so überlebenswichtig sind, aber trotzdem dabei helfen, nicht den Verstand zu verlieren. Je mehr Menschen zu Hause festsitzen, desto mehr bestimmen Kreativität und Humor die Feeds auf Instagram und Twitter. In den letzten Tagen haben zum Beispiel gleich zwei Videos von isolierten Katzenbesitzern und ihren Katzen das Internet gestürmt. Die eine spielt Tic Tac Toe, die andere zeigt sich wütend, dass ihr Haus tagsüber nicht so leer ist, wie sie es kennt:

    Ein Glück, dass das Internet seinen Humor in diesen ungemütlichen Zeiten nicht verliert. Und gut, dass die sozialen Medien uns an all dem Unsinn weiter teilhaben lassen.