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Achim Killer

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    Wichtige und verheerende Software-Flicken

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über Patches. Ein falscher hat Tausende Firmen lahmgelegt. Von Microsoft gibt es einen außer der Reihe. Wer Glück hat, kriegt welche von Google. Und Volkswagen patcht künftig auch Autos.

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    Von
    • Achim Killer

    Um Sicherheits-Updates geht’s diesmal in den Online-Nachrichten, darunter eines, auf das die, die’s bekommen haben, wohl liebend gerne verzichtet hätten. Am Wochenende war’s. Da hat der IT-Dienstleister Kaseya seinen Unternehmenskunden etwas ausgeliefert, was die für einen Patch gehalten haben. War aber keiner, sondern ein Verschlüsselungstrojaner, den die Cybergangster von REvil Kaseya untergejubelt haben. Bei über 1000 Unternehmen überall aufm Globus ging dann am Montag, beim Hochfahren der Rechner, erst einmal gar nichts mehr.

    Die löchrige Software, Kaseya VSA, ist ein so genanntes RAT, ein Remote Administration Tool, ein Software-Werkzeug, mit dem IT-Profis über’s Netz Rechner reparieren, administrieren oder sich anderweitig dran zu schaffen machen. Ist ok, wenn’s ein ordentliches RAT ist und ein richtiger Profi. Aber wenn Gauner mit im Spiel sind, dann wird’s übel, etwa wenn man als privater User einen Anruf in schlechtem Englisch kriegt, angeblich vom Microsoft-Support und der sagt, man solle das bekannte RAT Teamviewer installieren und so dem Anrufer die Kontrolle über den Rechner geben, damit der da Viren bekämpfen könne. Der will natürlich keine Viren bekämpfen, der will abkassieren, ist ein Gauner. Und so etwas Ähnliches ist im Prinzip am Wochenende passiert, bloß halt ne Nummer größer, und erwischt hat’s diesmal Profis.

    Ein Patch außer der Reihe

    Ein anderer Patch, ein guter, nützlicher und wichtiger, kommt von Microsoft - außer der Reihe - und nimmt sich des Print-Nightmare’s an, des Druck-Albtraums in allen Versionen von Windows. So wird ein verheerender Bug im Spooler genannt, im Puffer, wo Word-Dateien drauf warten, gedruckt zu werden. Windows quengelt derzeit, will den Patch installieren und neu booten. Sollte man zulassen noch vor Dienstag, wenn es dann am Patchday noch mehr Software-Flicken gibt.

    Wichtige Patches

    Etliche Android-Smartphones und –Tablets haben sich aktuell ebenfalls Patches aus dem Netz geholt, wenn man das so eingestellt hat – unter Software-Update – automatisch über WLAN laden – sollte man so machen und sie jetzt schleunigst installieren, weil die Juli-Updates wieder gefährliche Sicherheitslücken abdichten. Das Gerät sollte man vorher ans Stromnetz hängen. Und nach der Prozedur nachschauen, was man denn so bekommen hat. Wer ein teures Handy von Samsung oder eines der Marke Pixel von Google hat, bei dem steht dann unter Software-Informationen – Android-Sicherheitspatch-Ebene vielleicht schon irgendwas mit Juli 2021. Das ist gut. Bei einem etwas älteren Datum besteht noch Hoffnung. Und ansonsten hat man sich ein Gadget andrehen lassen, dessen Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Geht schnell bei den Dingern.

    Ein erstes Update

    Und noch Update, das bekommt derzeit der VW-ID.3, das Elektroauto aus Wolfsburg, – über Mobilfunk wie ein Handy. Klar, wenn alles Elektro ist, dann braucht’s ein Betriebssystem – VW-OS. Und das braucht Updates. In der Marketing-Abteilung des Konzerns sind die Herzen voll und die Münder gehen über.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.

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