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Online-Buchung: Darauf sollten Sie beim Kauf Ihrer Reise achten | BR24

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Online-Buchung: Darauf sollten Sie beim Kauf Ihrer Reise achten

Immer mehr Menschen buchen ihre Reise im Internet. Doch hier tummeln sich viele Betrüger. Damit man nicht sein Geld los ist und zu Hause bleiben muss, sollte man sich vorsehen. Ein paar Grundregeln helfen schon, die größten Risiken auszuschließen.

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Die Gefahr ist, dass man einem Betrüger auf den Leim geht, der nur das Geld kassieren will, ohne überhaupt eine Reise zu vermitteln. Julia Zeller von der Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt deshalb als erstes, sich den Anbieter etwas genauer anzusehen. Im Impressum sollten alle wichtigen Angaben wie Name, Adresse, Telefonnummer und am besten auch noch die Handelsregisternummer stehen. Je mehr das Unternehmen von sich Preis gibt, desto eher handelt es sich um ein seriöses Reisebüro. Seiten mit vielen Rechtschreibfehlern, in englischer Sprache und ohne deutschen Ansprechpartner, sollte man ebenfalls eher meiden.

Exakte Angaben zur Reise sind essentiell

Hat man eine konkrete Reise ausgesucht, dann sollten die Daten möglichst genau fixiert sein. Julia Zeller warnt vor ungefähren Preisangaben und vor nicht exakt festgelegtem An- und Abreisedatum. Die Checkliste für die wichtigsten Angaben:

  • Reiseziel
  • Unterbringung und Verpflegung
  • Reiseroute
  • Transportmittel
  • Reisepreis
  • Pass- und Visumserfordernisse
  • vorgeschriebene Impfungen

Um nicht einem Betrüger aufzusitzen, sollte man anhand von Satellitenkarten und Einträgen in Onlineforen prüfen, ob das Ferienappartement wirklich existiert.

Reiseveranstalter oder Reisevermittler?

Diese Unterscheidung ist wesentlich, denn nur der Reiseveranstalter haftet dem Kunden / der Kundin gegenüber, nicht aber der Reisevermittler. Seit 1. Juli 2018 gilt durch die EU-Pauschalreise-Richtlinie jeder Anbieter, der zwei oder mehr verschiedene Reiseleistungen für den Zweck derselben Reise vermittelt, als "Pauschalreiseveranstalter“. Damit haftet er bei eventuellen Mängeln.

Offeriert ein Online-Reisebüro dagegen nur zum Beispiel den Flug oder das Hotel, ist es nicht in der Pflicht, wenn etwas schiefläuft. Dann muss man sich mit der Fluggesellschaft oder dem Betreiber des Hotels auseinandersetzen. Deren vollständige Daten müssen die Kunden und Kundinnen übermittelt bekommen. Wichtig: vor Reisebuchung prüfen, ob zum Beispiel die Kontakttelefonnummer stimmt und sich dort auch jemand zuständig fühlt.

Keine hohen Anzahlung vor der Reise leisten!

Verbraucherschützer raten: nie den vollen Mietpreis vor Reisebeginn zahlen! Üblich sind bis zu 20 Prozent Anzahlung. Der Reiseveranstalter darf außerdem keine Anzahlung verlangen, solange er keinen Sicherungsschein ausgestellt hat. Der sichert die Klienten für den Fall einer Insolvenz ab. Seriöse Reisebüros bieten ihren Kunden dabei mehrere Zahlungsmöglichkeiten für die Anzahlung. Eine Buchung über Kreditkarte oder Lastschriftverfahren hat dabei den Vorteil, dass man sie im Zweifel wieder zurückholen kann. Für Kartenzahlungen dürfen keine extra Gebühren verlangt werden.